Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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Dörfern nehmen. Doch ßtörte dies die allgemeine Freude nicht, jeder ſuchte ſie nach Kräften zu vermeh⸗ ren und ſich des Mitgenuſſes zu freuen. Wie die Willkommsbecher umhergingen, die Zurückgekehrten im⸗ mer noch neue Freunde fanden und begrüßten, wie die alten Väter traulich neben einander Platz nahmen und den Jubel mitgenoßen, da trat Eſchenbach mit Abvelgunden an der Hand zum Könige, der aus ähn⸗ licher Abſicht im Erker ſaß, um das frohe Gewühle beſſer überblicken zu können.

Eſchenbach. Edler Herr, ihr habt alle, welche jetzt zurücktehrten, gegrüßt und mit Huld bewillkommt, nur dieſe nicht. Seht ihre Thränen, ſie wähnt, daß noch Zorn und Haß gegen ſie in euerm Herzen ruhe, daß ihr in dem unſchuldigen Kinde die Verbrechen des Vaters ſtrafen wollt.

Der König. Gott mit mir! Iſt dies nicht Adel⸗ gunde? Nicht Zelanos Tochter2

Eſchenbach. Sie iſts. Euer gerechtes Urtheil

verbannte ſie einſt an ihres Vaters Seite aus Sici⸗ lien und aus euerm Angeſichte. Sie kennt die Pflicht des Unterthans, die nie gegen ſeinen König enden kann, ſie weiß, daß Strafe der Uebertretung folgen muß, ſie würde ſich daher nie ohne Vergebung euerm Angeſichte genähert haben, wenn ſie hätte wähnen können, daß ſie euch hier finden würde.

Der König. Edelſte eures Geſchlechts, ſeyd mir willkommen! eſie auf die Stirne küſſend) Seyd mir tau⸗ ſendmal willkommen! Ihr habt nichts verbrochen, ich kann euch nichts verzeihen. Eure beiſpielloſe, kindliche Liebe entriß meinem Lande einen Schatz, dem ich ſonſt um keinen Preis entſagt hätte. Immer gedachte ich dieſer und eurer. Höher ſtieg die Bewunderung und Verehrung eurer ſeltnen Tugend, als ich hörte, daß ihr dem Glanze des morgenländiſchen Throns entſag⸗