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bedeute? Sie freuten ſich hoch, als ſie hörten, daß der vornehme Unbekannte der ſicilianiſche König ſey. Wie dieſer alle bekannte Ritter umarmt und gegrüßt hatte, nahte ſich ihm endlich der alte Farnsburg und ſprach lächelnd: Eure Freude ward zu früh der Verräther eures Geheimniſſes, doch ſolls euern Abſichten nicht ſchaden. Blickt umher, und lest in aller Angeſicht die Freude, welche euer Vertrauen zu uns darin erregt hat, ich wette, daß in dieſem Augenblicke alle euch hul⸗ digen und eure Rechte zu vertheidigen ſchwören.
Friedrich. Ihr ſpracht wie meine Seele dachte. Es lebe der König Friedrich! Es lebe der rechtmäßige Kaiſer der Deutſchen!
Alle Ritter. Er lebe! Er lebe! Er lebe! Das Schild des Löwens ſchütze, das Schwert des Löwens vertheidige ſeine Rechte!
Farnsburg. Hört ihr den Ruf? Wie klingt er euerm Ohre?
Der König. Angenehm und lieblich! Ich kann jetzt nur danken, aber ich will mit Gottes Hilfe auch lohnen.—
Friedrich. Die That lohnt ſich ſelbſt, ihr Werth würde durch fremden Lohn ſchwinden.
Unter dieſem Geſpräche hatten ſie die Burg erreicht. Es ward dort beſchloſſen, daß dieſer und der folgende Tag ganz der Freude, ganz der Wonne des Wieder⸗ ſehens geweiht ſeyn ſollte; der Bundeshauptmann ge⸗ bot, und alle Ritter gürteten ab ihre Schwerter, ſchnall⸗ ten ab ihre Harniſche, um ſie im Gewande des Frie⸗ dens beſſer genießen zu können. Farnsburgs Veſte war anſehnlich und groß, ſie zählte der Gemächer viele, aber dieſe reichten bei weitem nicht zu, die verſammel⸗ ten Ritter zu faſſen: viele derſelben konnten nur zur Tagszeit im Vorhofe tafeln und zechen, und mußten die Nacht über Herberge in den nahen Hütten und


