Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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der Ritter, und zeigte mit der Hand am Berge hinab. Wo? Wo? fragten alle, und folgten ſeinem Zeichen⸗ Sie ſind's! Sie find'si ertönte es bald aus aller Munde. Ich erkenne Friedrichen! riefen einige. Ich ſehe der Weiber Schleier hoch in der Luft wallen riefen wieder andere. O könnte ichs doch auch ſehen, jammerte dann der arme Vater, und ßrengte ſein ſchwaches Auge vergebens an. Endlich nahten ſie ſich. Allgemeiner, inniger Jubelton empfing ſie; alle eilten tiefer hinab, ſelbſt der alte Farnsburg wankte nach. Agnes ſank zuerſt in ſeine Arme; er konnte nicht ſpre⸗ chen, nur mit Blicken demjenigen danken, der ſie ihm wiederſchenkte. Du biſt das Kind meines Herzens, ſprach er endlich, dir gehört der erſte Kuß und Gruß, aber die Früchte der Freundſchaft ſind auch füß, laß mich ſie genießen und ganz glücklich werden. Er ſank nun in die Arme Friedrichs und Heinrichs. Die ge⸗ liebte Schweſter Adelheid harrte des Grußes der Brü⸗ der, der Alte ſahs, und entließ ſie, um die übrigen Ritter alle zu umarmen. Jedes Glied meines Bundes iſt mir theuer, aber theuer und ſchätzbarer als alle ſeyd ihr mir, ſprach er zu ihnen, denn ich habe euren Verluſt tief empfunden. Der junge König hatte ſich nicht mit ins Gedränge gewagt, er ſah von Ferne der frohen Willkommsſcene zu, und fühlte ſie tiefer als alle, weil er ſie ganz überblicken konnte. Als der dichte Haufen ſich löste und nach der Burg kehrte, da eilte er erſt herbei, und ſank in Friedrichs Arme. Ich wohnte bisher, ſprach er, unbekannt unter dem Schutze des Löwens, aber da mein Freund und Retter zurückkehrt, ſo habe ich nichts mehr zu fürchten. Alle ſollen es wiſſen, daß ich dir Krone und Scepter danke, vaß ich ohne deine Tapferkeit mich nicht der Rechte meiner Geburt freuen könnte. Viele, die ihn noch nicht kann⸗ ten forſchten und fragten nun: Was die ſeltene Rede