Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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Ich. Ach nur allzu lange für mich Aermſten! Ich ſehe es nur allzu deutlich, daß ich meinen Verluſt Gott opfern und auf günſtigere Zeit harren muß.

Der Knecht. Haſt recht! Zieh lieber heim und hole dir neues Gold, das geraubte wird dir nie mehr werden.

Als er ſich entfernt hatte, ſank ich auf meine Knie, und dankte Gott innig, daß er wenigſtens die Rache des Sultans auf eine Zeit verhindert, mir nicht ganz die Hoffnung der möglichen Rettung geraubt habe. Ich näherte mich mit kühnerm Muthe der Veſte, und vorzüglich dem Thurme, in welchem alle meine Wünſche verſchloſſen waren. Der Boden, auf welchem er ſtand, war mit dickem Gebüſche umwachſen, das unter ſeinem Schatien trefflich und hoch emporwuchs. Ich blickte ſchüchtern umher, ſah niemanden und kroch ſchnell in die Sträucher. Ich hoffte hinter denſelben das Fenſter des tiefſten Gefängniſſes zu finden, und hätte es dann gewagt, meine Gegenwart durch leiſes Rufen zu erken⸗ nen zu geben. Aber meine ſüße Hoffnung betrog mich; das niedrigſte der Fenſter, welches ich erblicken konnte, war wenigſtens vierzig Ellen von der Erde erhaben, und hinter den Sträuchern nur Mauer, an welcher ich keine ähnliche Oeffnung finden konnte. Da die Luft, gehindert durch die Bäume, hier nie die Näſſe trocknen konnte, ſo fand ich übrigens die Mauer hie und da ſehr beſchädigt. Die gehauenen Steine, mit welchen ſie eingefaßt war, lagen häufig herabgefallen da, und hatten Löcher hinterlaſſen, in welchen ſich füg⸗ lich ein Mann verbergen konnte. Ich kroch in eins derſelben, legte mein Ohr dicht an die Mauer, und hörte deutlich, wie inwendig Riegel raſſelten, eine Thüre knarrte, und wieder verſchloſſen ward. Mir kams ſo⸗ gar vor, als wenn ich Seufzer und unverſtändliche Worte hörte. Ich klopfte, ich rufte leiſe, aber man