Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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Schuldigkeit, ſie nach Kräften und ſo eilig als mög⸗ lich zu vermindern. Damit aber der zurückkehrende Friedrich nicht um euch bangt, mit Freuden ins Vater⸗ land heimkehrt, ſo will ich nebſt einigen andern, die daheim keine Eltern oder Weiber zu tröſten haben, hier ſeiner harren, und ſobald es Wind und Wetter erlau⸗ ben, mit ihm und den übrigen in eure Arme eilen.

Da Eſchenbachs Gründe wirklich wichtig waren und Ludwig ſie nicht zu widerlegen vermochte, ſo gab er nach, und ſegelte ſchon am andern Tage nach Alexan⸗ drien ab, von wo aus ſie erſt nach Sicilien ſchiffen wollten. Nur vier Ritter, die Friedrichs Schickſal beſſer kannten, blieben bei Eſchenbach zurück, die übri⸗ gen reisten alle mit Ludwigen fort, und verſprachen noch beim Abſchiede, den Zurückbleibenden Nachricht zu ſenden, wenn ſie zu Alexandrien etwas von Frie⸗ drichen hören würden.

Eſchenbach ſah ihnen traurig, aber ohne Schmerz nach; ihn lockte nichts ins Vaterland zurück. Die ein⸗ zige, welche es vermocht hätte, war auf ewig für ihn verloren, und es ihm angenehmer, wenn er recht weit von ihr entfernt ſeyn konnte. Friedrichs und der Wei⸗ ber Schickſal nagte jetzt mehr an ſeinem Herzen; er kehrte kurz darauf nach Sidon zurück. König Aime⸗ rich war ſammt ſeinem ganzen Hofe nach Cypern über⸗ geſchifft, nur Kauf⸗ und Handelsleute füllten die Stadt, niemand konnte ihm etwas Tröſtendes erzählen. Auch ver alte Prieſter hatte ſeine Herberge verlaſſen, und keiner wußte, wo er hingezogen war. Des unnützen Forſchens müde, wollte er eben mit ſeinen übrigen Rittern nach Cypern überſchiffen, als der alte Prieſter zu ihm ins Gemach trat. Er hatte Mühe, ihn zu er⸗ kennen, denn er war verkleidet und ſehr verſtellt.

Der Greis. Heil mir, daß deine Gegenwart mir die Reiſe nach Akton erſpart. Was mein Herz ver⸗