Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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aus, nur drei und zwanzig können heimkehren, die übrigen tränkten mit ihrem Blute die heilige Erde; wohl uns und Lohn in Fülle, wenn ſie jetzt für die Chriſtenheit beſſere Früchte trägt. Nur ſey nebenbei uns dies noch zum Lohne bedungen, daß ihr mit der Abfahrt ſo lange zögert, bis unſer Anführer nebſt ſei⸗ nem Bruder bei uns eintrifft. Wir wiſſen, daß er früher als andre Gefangne frei ward, und können da⸗ her ſeiner Ankunft täglich entgegenſehen.

Hauptmann. Gern und willig wollte ich euch dieſen geringen Dienſt leiſten, geböte nicht die ſpäte Jahrszeit die ſchnellſte Eile. In acht Tagen füllt ſich der Mond. Nach dieſer Zeit wagts kein Schiffer mehr, von hier nach Europa abzuſegeln, die Winde werden dann unſtät und werfen die Schiffé an die arabiſchen Küſten zurück, wo ſie ohne Hilfe an den ſchroffen Fel⸗ ſen ſcheitern. Ihr müßt entweder jetzt, oder erſt in fünf Monden abreiſen.

Eſchenbach. Dafür weiß ich Rath! qzu Ludwig) Ihr reist nebſt den Weibern im Namen des Herrn! Hört meine Gründe, und beſchließt dann: ſchon ſind viele deutſche Ritter abgereist, noch mehrere wer⸗ den jetzt dieſen folgen. Erzählungen mancher Art wer⸗ den ſich bei ihrer Ankunft verbreiten, und unter andern gewiß auch dieſe, daß bei Cäſarea der Bund des Löwen zwar tapfer kämpfte, aber daß auch die wenigſten ſei⸗ ner Glieder aus der Schlacht entkamen. Denkt euch den Schmerz der Väter, den Jammer der Mütter, wenn ſie auch zu ihren Ohren kommt, und keiner der unſtigen zurückkehrt, um ſie zu widerlegen. Wird Nachricht, die wir ihnen zwar ſenden können, im Stande ſeyn, ſie zu tröſten, werden ſie ſolche nicht für Balſam halten, mit dem man nur mitleidig ihre Wun⸗ den ſalben will? Der Weiber Abreiſe muß ihre Sorge um ein Großes vermehrt haben, euer iſt nun auch die