Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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wundenfrei, er brachte wenigſtens eine zum Denkmal mit ins Vaterland zurück. Unter allen Ritter war Wieſenborn am rühmlichſten, und fürs Wohl der Sei⸗ nen geſtorben; ſie beſchloſſen ihm und allen, die für die Ehre des Bundes geblutet hatten, ein Todtenopfer, zu bringen; ſie ließen in der Kirche der Tempelherrn eine feierliche Meſſe fürs Wohl der Gefallnen ſingen und beketen herzlich für ihrer Seelen Heil. Eſchen⸗ vach gedachte in dieſer Stunde auch Friedrichs und Heinrichs, er bat Gott mit voller Sehnſucht, daß, wenn ſie noch lebten, der Kelch ihres Lebens nicht allzu voll, nicht allzu bitter ſeyn möge. Wie ſie heim⸗ kehrten, fanden ſie in ihrer Herberge den Hauptmann der ſchwarzen Brüder, er kam, ihnen im Namen ſei⸗ nes Bundes für den mächtigen Beiſtand zu danken, um die Fortdauer ihrer Freundſchaft zu bitten, und ihnen kund zu machen, daß ein Schiff, welches er ver⸗ möge Vertrag beiſchaffen mußte, bereit ſtehe, ſie ins geliebte Vaterland zurückzuführen. Hätten alle Chri⸗ ſten, endete er, ſo tapfer wie ihr gekämpft, ganz Pa⸗ läſtina würde frei ſeyn; indeß müſſen wir Gott dan⸗ ken, daß Korradin, geſchreckt durch euern Widerſtand, einen vortheilhaftern Frieden ſchloß, als wir vermu⸗ then konnten. Da jetzt hier der Ritter nur ein tha⸗ tenloſes Leben harrt, ſo wollen wir euch nicht länger hindern, dem Vaterlande nützlichere Dienſte zu leiſten, auch wir kehren heim, um uns gleichem Dienſte zu weihen, und unſern Bund zu mehren, damit er einſt kräftiger wirken kann, wenn die Jahre des Stillſtands verfloſſen ſind und der Sultan ſie nicht mit größerem Vortheile erneuern will.

Ritter Ludwig. Auch wir bitten um eure fer⸗ nere Freundſchaft; daß wir ihrer nicht unwürdig ſind und ſtandhaft im Kampfe ſtehen, beweist euch die kleine Anzahl der Uebriggebliebnen. Viermal achtzig zogen