Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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König wandten, blos mit ſeinen Hofleuten unterhan⸗ delten, und daß dieſe des allzu reichlichen Gewinns wegen des Schattens nicht achteten, welchen einſt die Erzählung dieſer Geſchichte auf ihren Charakter wer⸗ fen konnte. Treuloſigkeit der Griechen war ja dazu⸗ mal immer noch das allgemeine Sprüchwort, und da die Könige von Jeruſalem meiſtens nur den Titel, nicht aber die Einkünfte ihres Reichs genoſſen, ſb war's ganz natürlich, daß ſie ihren Hofleuten auch nur Titel ſtatt Lohn geben konnten, und dieſe daher jeder Beſtechung, jedem Geſchenke, wär's auch Beloh⸗ nung eines Bubenſtücks geweſen, willig die Hand bo⸗ ten. Genug, daß der Ftiede geſchloſſen ward, daß der Sieger ihn nicht würde geſchloſſen haben, hätte er nicht ſeinen einzigen Endzweck erreicht. Auch bewies die Art, mit welcher die Flüchtlinge ihm überliefert wurden, nur allzu deutlich, daß wenigſtens Hoflente des Königs mit ihm verſtanden waren, daß vielleicht das herrliche Feſt auf Korradins Koſten gefeiert wurde, um bei dieſer Gelegenheit die Unſchuldigen ingeheim und ungehindert ausliefern zu können. Groß war der Kummer und die Sorge der zurückgebliebnen Löwen⸗ ritter, als man am andern Morgen iyren Anführer, und mit ihm Heinrichen und Adelgunden vermißte. Stündlich mehrte er ſich, als endlich die Hoffnung ſchwand, daß irgend ein Zufall, ein Hinderniß ſie an der Rückkehr in ihre Herberge verhindert hätte. Sie forſchten vergebens bei allen Hoflenten, bei jedem Gaſte, der dem Feſte beigewohnt hatte; jeder erinnerte ſich, ſie beim Feſte geſehen zu haben, aber keiner wußte, oder wollte es ihnen nicht ſagen, wenn und wie ſie den Garten verlaſſen hätten. Schändlich war es über⸗ dies, daß bald hernach bei Hofe die Sage laut um⸗ berging, daß Friedrich, ſeines Weibes müde, den

Reizen der ſchönern Adelgunde gehuldigt hätte, und