Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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erhalten und am folgenden Tage abgereist wären⸗ Vom Divan erfuhr er weiter, daß die Sultanin ihre Freiheit bewirkt habe, und auf ihr Geheiß ein Ge⸗ leitsbrief für beide und einen Sklaven ausgeſtellt wor⸗ den ſey. Da der Sklave nicht mit den Rittern aus⸗ zog, da ſie vorher keinen zu ihrem Dienſt hatten, ſo wards dem forſchenden Emir zur völligen Gewißheit, daß unter dieſem Namen und Verkleidung Adelgunde mit ausgezogen ſey. Er ſandte ſogleich Läufer und Reiter nach allen Straßen aus, und gebot ihnen vor⸗ zügliche Aufmerkſamkeit auf den Sklaven. Wahrſchein⸗ lich und ſicher würden die Späher ſie erreicht haben, wenn nicht der Prieſter die Nacheilenden irre geführt, und die Ritter auf eine kurze Zeit der Gefahr ent⸗ riſſen hätte.

Als dies geſchah, war auch dem Sultan von allem, was ſich zu Jeruſalem zugetragen hatte, die ausführ⸗ liche Nachricht worden. Da er grenzenlos liebte, da ſogar am Ende Adelgunde ſeiner Hoffnung mit an⸗ genehmen Botſchaften geſchmeichelt hatte, ſo war ſeine Wuth raſend, ſein Zorn äußerſt heftig. Er vergaß ſeines Heers, ſeines Sieges, und eilte im ſchnellſten Fluge ſelbſt nach Jeruſalem; Rache an den Thätern und Verführern ſeiner Geliebten zu nehmen, war ſein einziger Gedanke. Er traf unterwegs die Weiber und ließ ſie nach dem Gefängniß ſchleppen, um wenigſtens an dieſen die That ihrer Männer rächen zu können⸗ Noch gab immer die Hoffnung, daß er Adelgunden wieder erhalten würde, ſeinem Herzen neue Stärke als aber nach und nach alle ausgeſandten Späher leer zurückkehrten, und der letzte derſelben nür di Nachricht brachte, daß er zwar ihre Straße gefunden, ſie aber auf derſelben nicht mehr erreicht habe, da mehrte ſich ſeine Wuth aufs neue, da ſchwur er den

Shierlichſten Eid, entweder zu ſterben, oder die Lren S