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getäuſcht, doch vergeben ſey ihm um deinetwillen alles, und dir zugleich die Verſicherung, daß ich alles, was in meinen Kräften ſteht, an venden will, um dein künf⸗ tiges Wohl zu ſichern.
Adelgunde. O wenn dies euer Ernſt iſt, wenn er die Probe aushält, dann habe auch ich Hoffnung, einſt noch wieder Freude zu fühlen. Ich habe keinen
„Vater, keinen Freund mehr auf Erden. Der erſtere
verſtieß mich unbarmherzig, dem letztern darf, kann ich mich nicht nahen.(ſie ſteigt vom Kameele herab und kniet vor den Roſſen der Ritter nieder) Seyd ihr mein Vater, nehmt ihr euch der Verſtoßnen, der ohne Schuld Verbannten an. Laßt mich ferner in eurer Geſellſchaft ziehen, und empfehlt mich dem Schutze eurer Weiber. Ich will alle meine Kräfte anwenden, um ihre Liebe, ihre Freundſchaft zu gewinnen.
Friedrich(ſeine Hände gen Himmel aufhebend). Gott ſiehts und hörts! Du biſt von nun an meine Tochter, und wenn ich nicht beſſer Vaterspflicht an dir erfülle, ſo ſtrafe er mich ohne Erbarmung nach ſeiner ſtrengen Gerechtigkeit.
Adelgunde. Gott ſieht und prüft auch mein Herz, er weiß, wie es des Danks, des Vorſatzes ſo voll iſt, eure Wohlthat nach Möglichkeit zu lohnen.
Friedrich. Steh auf, ich kann mein Kind nicht knicen ſehen. Gewährt mir Gott den ſehnlichſten Wunſch meines Herzens, läßt er mich mein Weib, und endlich auch die Gränzen meines Vaterlands glücklich wieder ſehen, ſo ſollſt du in ihrer Geſellſchaft dahin ziehen. Wir zählen der edlen und biedern Ritter viele in unſerm Bunde; ich will den Tag hoch feiern; an welchem du einen von dieſen mit deiner Hand beglü⸗ cken wirſt.
Sie träumten ſich in vertraulichen Geſprächen noch


