Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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weit ſchlechter ausgefallen ſeyn würde. Hier erſt ent⸗ deckte er mir, daß er voraneilen und uns hinter Na⸗ zareth in einem Hauſe erwarten wolle, wo einer ſeiner Brüder wohne, und deſſen Lage er mir aufs deutlichſte beſchrieb. Da er fürchtete, daß ich, jeder Arbeit un⸗ gewohnt, nicht lange Knechtsdienſte zu verrichten im Stande ſeyn möchte und leicht unterliegen könnte, ſo verſprach er mir, euch dort alles zu entdecken, die Sache aber ſo einzuleiten, daß ihr keine Gefahr ahn⸗ den, und mir daher willig erlauben würdet, unter eurem fernern Schutze nach Sidon zu ziehen. Wie er dieſen Anſchlag ausführte, wißt ihr, und ob dieſe Vor⸗ ſicht nothwendig war, ob ſie ihm gelang, mögt ihr nun ſelbſt urtheilen. Nur ſo viel muß ich noch hinzu⸗

fügen, daß alles, was er euch von dem Schickſale eurer

Weiber erzählte, wörtlich wahr iſt.

Friedrich. Aber wie konnte er dies alles wiſſen?

Adelgunde. Sehr leicht. Da mir der äußerſt verliebte Sultan jeden Tag mehr als einen Boten ſandte, mir jede ſeiner Thaten kund machte, ſo erfuhr ich alles, was beim Heere vorging, und wußte daher auch, daß er die Veſte Dok erobert, und um der edlen That eines Ritters willen der Gefangnen und Weiber geſchont, ſie ſicher nach Akkon zu leiten ver⸗ ſprochen hätte. Ich erzählte dies alles ſchon zu Jeru⸗ falem dem Prieſter, und er benutzte es trefflich. Jetzt, da die Thürme von Sidon ſchon vor uns liegen, da ihr die Wimpeln der chriſtlichen Flotte ſchon könnt wehen ſehen, jetzt muß mit der Gefahr auch alle Ver⸗ ſtellung enden. Ich beſchloß daher, euch alles getren zu erzählen, und mir durch dieſe Aufrichtigkeit einen Weg zu euerm Herzen zu bahnen, deſſen Hülfe ich noch ſehr nöthig habe.

Friedrich. Wacker hat uns der alte Graukopf

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