dem Kameele, auf welchem Adelgunde ſaß, einher rit⸗ ten, begann zwiſchen ihnen folgendes Geſpräch.
Adelgunde. Ich wollte mein Leben wetten, daß ich jetzt eure Gedanken errathen könnte.
Möglich, aber doch auch nicht allzu leicht!
Adelgunde. Ihr erinnertet euch eben des Grei⸗ ſes und ſeiner wunderbaren Gabe, ihr prüftet: ob dieſe wirklich möglich ſey, und nicht Betrug euch blen⸗ den könne?
Friedrich. Nein! Du wirſt ſeine Nachfolgerin nicht werden. Ich gedachte meines Weibes, ich verließ ſie ſchwanger, ſie muß nun geboren haben. Das Schick⸗ ſal des armen Kindes lag ſchwer auf meinem Herzen.
Heinrich. Auch ich war daheim bei meiner Ag⸗ nes, und dachte mir die Wonne des Wiederſehens.
Adelgunde. So verzeiht, daß ich euch ſo zur Unzeit ſtörte.
Friedrich. O es war eine Wohlthat, für welche ich dir herzlich danke! Es taugt nicht, ſich mit trüben Vorſtellungen zu quälen, wenn man noch Hoffnung zur beſſern Ausſicht hat, und da du nun einmal den Greis in unſer Gedächtniß zurückführteſt, ſo laß uns doch deine Meinung über ſeine Gabe hören.
Adelgunde. Ich halte ſie für Betrug, zwar für unſchädlichen, frommen,—— aber doch für Betrug!
Heinrich. Wie wäre dieſer möglich?
Friedrich. Und wäre er's, könnteſt du's beivei⸗ ſen, dann müßte unſer Herz aufs neue vor dem un entſchiedenen Schickſale unſerer Weiber zagen.
Adelgunde. Das ſoll's nicht, denn alles, was der Greis euch davon erzählte, iſt vollkommen wahr⸗ dafür bürge ich euch mit meiner Ehre.
Friedrich Du Wie kannſt du dies?
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