Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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Friedrich cu Adelgunden) Dann Heil dir und uns So vorſichtig auch deine Flucht geordnet war, ſo hätte doch das Ende derſelben alles verrathen können.

Sie genoſſen nun, was der Greis ihnen vorſetzte, und würzten das Mahl mit Geſprächen mancher Art. Die Ritter erinnerten ſich aufs neue Wieſenborns That, durch welche er die Frauen ſo glücklich rettete, und weihten ihm und ſeinem unglücklichen Weibe eine dank⸗ bare Thräne. Endlich forſchten ſie bei dem Greiſe, wie ihm die ſo ſeltne Gabe der Weiſſagung worden ſey? Wie er ſo ungehindert ins Vergangene und Zu⸗ künftige blicken könne, und ob er wirklich ein Bruder des ſchwarzen Bundes ſey? Er bejahte das letztere, erzählte ihnen, wie er aus Deutſchland nach Paläſtina gekommen, dort lange für der Chriſten Heil gekämpft habe, und endlich auch ſey gefangen worden. Der großmüthige Saladin hatte ihm ſeine Freiheit mit dem Bedinge geſchenkt, daß er nie mehr wider ihn kämpfen ſollte; er hatte ſich bald hernach ganz dem Dienſte des Herrn gewidmet, war auf einer Wallfahrt nach Naza⸗ reth mit einem frommen Eremiten bekannt worden, der damals dieſe Hütte beſaß, und eben ſo wie er Zukunft und Vergangenheit durchforſchen konnte. Er diente ihm bis an ſeinen Tod, und erbte von ihm die ſeltene und wunderbare Gabe, die er immer nur zum

Wohl ver Chriſten zu nutzen ſuchte, und ſeiner Ver⸗

ſicherung nach erſt in der Stunde des Todes einem andern mittheilen konnte. Als die Hitze ſich minderte und der Abend nahte, färbte Adelgunde aufs neue ihr Geſicht, und zog unter dem Schutze der Ritter weiter.

Der Greis ſegnete ſie kräftig, und verſprach ihnen die

glücklichſte Reiſe. Sie hatten noch ſechs Tagreiſen

nach Sidon; ſie legten ſie ungehindert zurück. Wie

die Ritter am

letzten dieſer Tage gedankenvoll neben Löwenrikter 2. 3

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