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Herzen, die dem eurigen gleichen, ſo wenige; ſie blick⸗ ten kalt in mein Leiden, und geboten mir endlich im rauhen Tone Stillſchweigen. Sie nahmen ihren Lauf nach Alexandrien; die Reiſe war lang und gefahrvoll. Ich will euch den Jammer nicht ſchildern, den mein Herz empfand, wenn ich zuſehen mußte, wie die Grau⸗ ſamen meinen Vater peitſchten, weil er, der harten Arbeit ungewohnt, oft nicht mehr zu rudern vermochte. Er würde vielleicht ſchon auf der See ſein Leben ge⸗ endet haben, wenn ich nicht die beſſere Koſt, welche ich erhielt, mit ihm getheilt, nicht oft ſelbſt gehungert hätta, um nur ihn laben zu können. Als wir ſchon die aſia⸗ tiſche Küſte von ferne ſahen, überfiel uns ein neuer Sturm; ich bat Gott inbrünſtig, daß er unſer Elend enden ſollte; aber er hörte unſer Flehen vielleicht des⸗ wegen nicht, weil er mich durch neues Unglück noch länger prüfen wollte. Der Sturm legte ſich, unſer Schiff war aber leck geworden und konnte die See nicht mehr halten; wir mußten zu Sidon landen. Kor⸗ radin, der Sohn des Sultans, war eben dort ange⸗ langt; er kam von Damaskus, wo ſein Vater Hof hielt, ging am Hafen ſpazieren, und ſah zu, wie un⸗ ſere Führer ſich vergebens mühten, das lecke Schiff in den Hafen zu leiten. Er ſandte uns Hilfe, und wie Anker geworfen wurde, kam er ſelbſt aufs Schiff. Er forſchte bei dem Befehlshaber: ob er gute Beute ge⸗ macht habe, und da dieſer ihn verſicherte, daß er höchſt unglücklich geweſen und nur einige elende Chriſten ge⸗ fangen habe, ſo ſchenkte er ihm einen Beutel mit Gold, und verſprach überdies, ſein Schiff ausbeſſern zu laſſen. Ich will euch ſein weiteres Geſpräch, welches ich nach⸗ her oft von Korradin anhören mußte, wörtlich erzählen
Korradin(den knieenden Emir aufhebend). Genug genug des Danks!—— Du ſagteſt mir vorhin, daß
doch einige Chriſten deine Bente geworden wären. Geſchahs im Kampfe2


