Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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mit einmal zu verlaſſen, und uns in dieſem elendem Sklavenwammſe zu folgen?

Der Greis clachend). Adelgunde! du ſiehſt wohl leicht ein, daß der Ritter alles zu erfahren wünſcht, was ſich ſeit deiner Abreiſe aus Sicilien mit dir zuge⸗ tragen hat; da er dir ſo unbedingt fernern Schutz gewährte, ſo wirſt du wohl zum Lohne ſeines Edel⸗ muths die Bitte erfüllen müſſen. Erzähle ihm alles, mein Blick ſoll indeß dafür ſorgen, daß niemand uns unvorbereitet überraſche.

Adelgunde. Ihr gebietet, und ich gehorche. Noch am nämlichen Tage, als wir auf dem offenen Nachen von Sicilien abreisten, erblickten wir unfern von uns ein Schiff; da wir nicht wußten, ob gutgeſinnte Men⸗ ſchen es belebten, ſo befahl mein Vater den Ruder⸗ knechten, ſich ſo viel als möglich vom Laufe deſſelben zu entfernen. So ſehr dieſe ſich auch mühten, den Befehl meines Vaters zu erfüllen, ſo konnten ſie ihre

Abſicht doch nicht erreichen, denn je mehr ſie ruderten, je näher kam uns das Schiff. Wir entdeckten bald deutlich, daß es uns nachrudere, und da Flucht un⸗ möglich war, ſo beſchloſſen wir, es zu erwarten. Als es ſich ganz nahte, erbleichte meines Vaters Geſicht mächtig. Er erkannte die Flagge der Sarazenen, und ermahnte die Ruderer zur neuen Flucht. Sie erneuer⸗ ten willig ihre ganze Kunſt; aber bald faßte unſern Nachen ein Haken, den ſie vom Schiffe nach ihm aus⸗ warfen, und wir waren ohne Rettung verloren. Mit verzweiflungsvollem Blicke ſahe ich nun zu, wie die Barbaren all meine Mühe, und eure ſo herrliche That mit einem Mal vernichteten, wie ſie meinen Vater und Onkel in Ketten ſchmiedeten, auf die Ruderbank ſetzten und ohne Barmherzigkeit zu rudern geboten. Ich ver⸗ ſuchte vergebens, ob mein Flehen ſie nicht erweichen, meine Thränen ſie nicht rühren könnten. Es gibt den