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mir nur ein wenig Zeit, es ſoll euch bald Aufklärung werden.
Er ſchloß nun ſein Auge, ſaß in tiefer Betrachtung, lächelte dann und wann ſtill für ſich, und faltete bald hernach wieder ſeine Stirne mächtig; endlich erheiterte ſich ſein Blick.
Der Greis. Wie glaubt ihr wohl, daß der Sklave ſich nenne, welcher euer Kameel leitet?
Friedrich. Noch habe ich nicht nach ſeinem Na⸗ men geforſcht. Sicilien iſt ſein Vaterland.
Der Greis. Jo, ſo iſt's. Er ſtammt aus edlem Geblüte.
Heinrich. Dann war er beſſere Tage gewohnt, und ſein Loos um ſo ſchrecklicher. Wir wollens ihm nach Kräften erleichtern.
Der Greis. Das thut, denn er verdients! Wenn ihr wüßtet—— Doch ihr ſollt, ihr müßt es erfahren. Längerer Verzug könnte euch und ihm ſchaden. Euer Sklave nennt ſich Adelgunde.
Friedrich. Adelgunde von Zelano?
Der Greis. Adelgunde, Gräfin von Zelano!
Friedrich. Unmöglich! Diesmal, Alter, hat deine Kunſt dich irre geführt. Dieſe Adelgunde iſt jetzt das Lieblingsweib des Sultans. Ich kenne ſie von Sic⸗ lien her, ſah ſie jetzt ſelbſt zu Jeruſalem im vollen Glanze der Herrſcherin. Wie könnte dieſe bis zum Sklaven ſich erniedrigen? Wie——
Der Greis. Frage nicht weiter, denn aller deiner Zweifel ungeachtet, iſt dieſer Sklav doch Adelgunde.
Friedrich. Du raubſt mir durch dieſe wiederholt Verſicherung viel Freude, vielen Troſt, denn wenn du dich, als du unſrer Weiber Schickſal aufklärteſt, nicht auf beſſere Gründe ſtützteſt, ſo kann und muß ich im⸗ mer noch für ihr theures Leben zittern. Wie kann, wie ſoll dieſer Sklave Adelgunde ſeyn? Betrachte ihn


