Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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ven: ob er der urſache kundig ſey, warum ſie nicht nach Akkon, ſondern hinab nach Sidon ziehen ſollten 2

Der Sklave. Ich kann euch belehren. Akkon und Dok wird von Korradin belagert, den Chriſten iſt alſo der Zutritt dahin verſchloſſen. Zu Sidon ſammelt ſich aber jetzt eine chriſtliche Flotte, welche Akkon zu Hilfe eilen will. Wahrſcheinlich ſendet euch daher die Sultanin, welche den Chriſten ſtets hold iſt, nach die⸗ ſem Hafen, damit ihr dort Gelegenheit findet, eure Tapferkeit auſs neue zu üben.

Friedrich und Heinrich freuten ſich über dieſe Nach⸗ richt gleich ſtark. Um die Flotte nicht zu verfehlen, beſchloſſen ſie, ſo viel als möglich zu eilen, und da der Sklave verſicherte, daß er dieſen Weg ſchon einmal gemacht habe und ihm kundig ſey, ſo überließen ſie ſich ſeiner Leitung. 2

Ohne den geringſten Unfall zogen ſie nun fort, und hatten ſchon Nazareth hinter ſich, als ihnen an einem ſehr heißen Tage ihr Knecht den Rath ertheilte, Schat⸗ ten unter den Bäumen zu ſuchen, welche auf einer Anhöhe lieblich grünten. Sie zogen dahin und freuten ſich ſehr, als ſic bald in dieſem Walde ein kleines

Haus, und auf dieſem ein Kreuz erblickten. Da ſie

dadurch überzeugt wurden, daß Chriſten es bewohnten, ſo hofften ſie dort um ſo gewiſſere Labung zu finden, und näherten ſich der Thüre. Neue Verwunderung ergriff ſie, als ſie ſahen, daß über dieſer ein Dolch und drei Eichenblätter eingehauen waren. Wie glücklich⸗

wie unverhofft! rief Friedrich und öffnete die Thüre.

Ein alter, tief gebückter Greis wankte, auf einen Kno⸗ tenſtock geſtützt, ihnen entgegen. Sein eisgraues Haupt, ſein langer Bart von gleicher Farbe flößte den Rittern Ehrfurcht ein.

Der Greis. Willkommen, willkommen tapfere Ritter des Löwen, meiner Rechnung nach hättet ihr