Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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Obgleich manches in dieſer Vorſchrift den Rittern räth⸗ ſelhaft ſchien, ſo beſchloßen ſie doch die genaue Er⸗ füllung derſelben, weil ſie Vorſicht für ihre Sicherheit darin vermutheten, und überdies ihrer Wohlthäterin Willen ehren wollten. Am ſchwerſten fiel es ihnen, den Weg nach Sidon zu wählen, weil dieſer ſie von ihren Weibern noch mehr entfernte; da ſie aber Auf⸗ kärung durch den Chriſtenſclaven zu erhalten hofften, ſo wählten ſie ihn doch und wollten dann erſt beſchlie⸗ ßen. Friedrich trug noch am nämlichen Tage den Pal⸗ menzweig nach der Kapelle, und ordnete am zweiten ſein Reiſegeräthe ganz, damit er ohne Hinderniß am folgenden Morgen ausziehen konnte. Als ſie die Herberge verließen, herrſchte in der Stadt. Lärm und wildes Geſchrei. Der Palaſt des Sultans ſtand in vollen Flammen, und das Feuer konnte nur.

mit größter Mühe gedämpft werden. Am Thore wur⸗ den ſie zwar angehalten, alsſie aber ihren Geleits⸗ brief vorzeigten, ſo küßte die Wache das Siegel und ließ ſie in Frieden ziehen. Der Palmenwald lag nun vor ihnen: ſie lenkten ihre Roſſe dahin, und trafen dort den Sklaven, der ihr Kameel leiten ſollte. Er war in Lumpen gekleidet, und hatte durch drei lange Jahre die Grauſamkeit eines barbariſchen Herrn er⸗ tragen müſſen, der ihn gleich einem Viehe behandelt und oft jämmerlich gezüchtigt hatte. Die Sultanin war einſt Zeuge geweſen, wie er einem Ochſen gleich das Feld ackern mußte, hatte Barmherzigkeit an ihm geübt, ihn losgekauft, und den Auftrag ertheilt, daß er im Palmenwalde zwei deutſche Ritter erwarten, und mit ihnen nach ſeinem Vaterlande Sicilien zie⸗ hen ſollte. Dies erzählte er den Rittern in gebrochner deutſcher Sprache, und da er nebenbei ſehr ſtotterte, ſo konnten ſie ihn ſchwer verſtehen und mußten oft wiederholt fragen. Friedrich forſchte nun bei dem Skla⸗