Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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gen gedankenvoll nach ihrer Herberge. Volle vier Tage verfloßen, ohne daß ihnen neue Botſchaft oder nähere Aufklärung ward. Am frühen Morgen des fünften Tages, als ſie kaum ihr Lager verlaſſen hatten, trat ein Emir in ihr Gemach und verkündigte ihnen in Namen der Sultanin vollkommne Freiheit, und die Erlaubniß, nach dem chriſtlichen Heere zurückkehren zu können. Der Herrſcher Korradin, fügte er hinzu, hat ſeinem Lieblinge die Macht ertheilt, die Feſſeln eines jeden Chriſtenſelaven löſen zu können. Sie hat euch, als ſie zur Andacht zog, für ihre Landsleute erkannt, ſie ſchenkt euch die Freiheit, und der Divan ſendet euch auf ihr Geheiß dieſen Geleitsbrief, damit ihr um gehindert die ſelbſt gewählte Straße wandeln könnet Damit ihr aber auf dem Heimzuge nicht Mangel lei det, ſo fügt ihre Güte dieſen Beutel mit Gold be Er legte nun den Geleitsbrief und den Beutel auf den Tiſch und ging von dannen. Lange feſſelte Stillſchwet gen der Ritter Zunge. Das Gefühl der nahen Frei⸗ heit, die ſüße Hoffnung, ihre Weiber wieder zu um⸗ armen, beſchäftigte ihr Herz im Stillen. Endlich gat Heinrich ſeiner Empfindung Worte.

Heinrich. So hat uns doch das Glück nicht gan verlaſſen! Wir werden ſie wieder ſehen!

Friedrich. Bruder! laß allzu frohe Hoffnung uns nicht trügen, vielleicht ſchmachten unſre Weiber in Feſſeln, da wir Freiheit zu athmen beginnen.

Heinrich. O rrübe den hellen Schein der Hoff nung nicht ſo ſchrecklich.

Friedrich. Auch ich glaube nicht, daß eben in mer das größte Unglück unſer harren muß, ich wollt nur mein Herz prüfen: ob es ſolches zu tragen vel⸗ mögend ſey, und ich fand deutlich, daß es unterliegen würde.

Da der Emir ihnen übrigens ausdrücklich die Waßl