Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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für welche ich euch halte. Die Sultanin zog in Pracht und Glanze vor euren Augen vorüber, und ihr wan⸗ »det ſie abwärts, blicktet nicht einmal nach ihr hin, da euch doch mehr als ein Blick vergönnt war. Furcht kann euch nicht abgehalten haben, denn wenn ihr ſeyd, wofür ich euch halte, ſo iſt dieſe enerm Herzen

fremd, drum

kommt heute wieder nach der Kapelle,

»harrt im Vorhofe der Kommenden oder Rückkehren⸗ den. Blickt kühn nach ihr, für die Folgen ſtehe ich.

Die Ausführr

ing der verlangten That erforderte nun

mehrere Ueberlegung, denn ſie war mit Gefahr ver⸗ bunden. Leicht konnte ihr frecher Blick die Sultanin

beleidigen und reizen; doch da

ein Wink von ihr des Pöbels Rache der unbekannte Schreiber im Voraus

überzeugt zu ſeyn glaubte, daß Furcht und Gefahr ſie nicht hindern würde, ſo waren ſie ehrgeizig genug, dieſen Glauben zu beſtätigen, und gingen hin. Sie

kamen diesmal früher; noch war die Sultanii nicht

hier, aber kaum hatten ſie Platz in der Kapelle ge⸗ nommen, ſo erſchien ſchon ihre Leibwache, um alles,

was Mann ſſch nannte, daraus zu verjagen.

Schon

im Vorhofe kam ihnen die Sultanin entgegen; ſie

blickten mit feſtem Blicke nach den dichten Schleier, der ihr

ihr hin, und ſie ſchlug Geſicht verhüllte, mit

einmal zurück. Friedrich und Heinrich ſtaunten; ſie lächelte und ging nach der Kapelle. Jeder forſchte nun

ei den andern: und beide kamen

ob ſein Auge recht geſehen habe? vollkommen darin überein, daß die

Sultanin die Gräfin Adelgunde von Zekano ſey. Sie

beſchloſſen nun, Rückkehr zu erwa ein Dollmetſcher,

um ſich ganz zu überzeugen, ihre rten; ehe aber dieſe erfolgte, erſchien der ihnen in ernſten Ausdrücken kund

machte, daß ſie entweder bei Annäherung der Sulta⸗ nin ſich der morg entfernen müßten.

enländiſchen Sitte fügen, oder ſchnell Sie wählten das letztere, und gin⸗