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vereint, daß ſie Rache an den Rittern, aber noch ſchreck⸗ lichere an den treuloſen Weibern üben wollten. Ehe es noch tagte, verließen ſie ihr Lager, auf welchem ſie die Nacht in martervollen Vorſtellungen zugebracht hatten; ſie eilten vorwärts, erhielten neue Nachrichten von dem Zuge der Weiber, und waren am Abende wieder ſo glücklich, eine Herberge zu erreichen, in wel⸗ cher auch jene vor zwölf Tagen übernachtet hatten. Lange harrten ſie, ehe ſie es wagten, nach dem Betra⸗ gen der Weiber zu forſchen; als aber endlich Hoffnung und Ungeduld ihren Vorſatz beſiegte, da ward ihnen noch weit ſchrecklichere Nachricht zu Theil. Die Weiber hatten nach des Wirths Erzählung auf dem Schooße der Ritter mehr als einmal geruht, Küſſe in Menge empfangen und erwiedert. Auch ſchliefen ſie mit fünf der vornehmſten Ritter in einem Gemache, und hinter⸗ ließen dem Erzähler auf dieſe Art die Ueberzeugung, daß ſie wirkliche Ehefrauen derſelben wären.
Groß war der Sturm, welcher nun in der armen Wanderer Bruſt ſich erhob! Schrecklich und mannig⸗ faltig das Leiden, welches ihr gutes Herz marterte. Sie hatten mit einmal alles, ſogar die Hoffnung ihres künftigen Glücks verloren. Rache und Tod war die einzige Ausſicht, welche ſich ihnen öffnete, ſie haſchten darnach gleich einem, der mit den ungeſtümmen Wellen kämpft und jeden Augenblick zu Boden zu ſinken wähnt. Sie wünſchten nur zu leben, um dieſen einzigen Wunſch ihres Herzens befriedigen zu können, und wollten dann ſelbſt den Tod ſuchen, wenn ſie ihn in der Vollen⸗ dung ihrer Rache nicht finden würden. Mit dieſem Gedanken beſchäftigt, zogen ſie aufs neue aus und verloren auf einmal die fernere Spur des Zuges der Weiber. Bis zum Anfange eines großen und weiten Forſtes hatten verſchiedene Bewohner eines Fleckens die Ritter ziehen ſehen, aber weitere Nachricht konnten


