Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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welche ſie ſuchten; nur war es ihnen äußerſt wunder⸗ ſam, zu vernehmen, daß nach des Eremiten Verſiche⸗ rung die unbekannten Ritter nicht mehr ſchwarze, ſondern hellglänzende Rüſtungen trugen. Ueber dieſe, erzählte er, wären blaue, mit Silber geſtickte Schär⸗ pen herabgehangen, und auf ihren Helmen hätten ebenfalls hellblaue Federn geweht. Kein Pfaffe ritt, ſeiner Verſicherung nach, mehr unter ihnen, auch folgte keine Leiche ihrem Zuge. Der Weiber Geſicht hätte noch immer deutliche Spuren großer Traurigkeit verrathen, doch wären ſie ruhig und gelaſſen einher geritten, und eben mit einem der Ritter im Geſpräche begriffen geweſen, als er ſie gegrüßt habe. Sehnſuchts⸗ voll hätten ſie ihn dann angeblickt, und ihr Geſicht immer noch rückwärts auf ihn gekehrt, als der Zug ſchon weit vorüber war. Die Ritter trabten nun emſig auf der bezeichneten Straße fort, und langten am Abend in einer Herberge an, in welcher nach des Wirths Verſicherung die Weiber ſammt den Rittern vor eilf Tagen Nachtlager hielten. Groß war Frie⸗ drichs und ſeiner Begleiter Erſtaunen, als dieſer verſi⸗ cherte, daß die Jungfrauen in einer bunten Reihe mit den Rittern getafelt, Freude und Vergnügen im Ueber⸗ fluß geäußert, und oft ſelbſt die Becher gefüllt hätten, welche die Ritter ſtets auf ihr Wohl leerten. Eine neue, qualvolle Leidenſchaft, die nagende Eiferſucht bemächtigte ſich nun ihres Hurzens, ſie ſaßen tief in ſich verſchloſſen da, und fluchten insgeheim der Liebe, wenn ſie fähig wäre, ſo bittere Früchte zu tragen. Noch entdeckten ſie einander ihre Gedanken nicht, als aber der geſchwätzige Erzähler immer fortführ, ihren Verdacht zu mehren, als er am Ende gar perſicherte, daß die Weiber den Rittern Küſſe erlaubt und ſolche

oft erwiedert hätten; da entbrannte ihr Zorn heftig,

da gaben ſie ihrer Empfindung Worte, und ſchwuren