Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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der Ritter, fuhr der Erzähler fort, welcher eine brei⸗ tere Kette und an dieſer größere Kreuze trug, habe ſich beſonders gemüht, der Weiber Thränen zu ſtillen, und hätte Klaren mit einem Handſchlage zugeſchworen, daß fie alle ihre Ritter einſt wiederſehen und auſ immer beſitzen ſollten. Dieſer Troſt hätte mächtiger als Labung auf die Weiber gewirkt, und ſie hätten gelaſſen und ruhig die Roſſe beſtiegen, welche man ihnen vorführte. Dieſem erſten Zuge, endete er, ſey in einiger Entfernung ein anderer und ſchwächerer gefolgt, unter dieſem befanden ſich Pfaffen, welche ein Roß leiteten, auf welchem eine Leiche lag, deren Ange⸗ ſicht er aber nicht ſehen konnte.

Ob dieſe Nachricht gleich immer noch des Bittern vieles in ſich enthielt, ob ſie gleich immer nur allzu wahrſcheinlich glauben mußten, daß der Ritter Troſt⸗ worte nur Trug und Liſt enthalten könnten, ſo belebte doch der Gedanke, daß ihre Trauten nicht ermordet wären, ihre Hoffnung und ſtärkte ihren Muth aufs nene. Friedrich traf noch am nämlichen Tage Anſtal⸗ ten zum neuen Bau der Veſte, ſandte Boten an ſei⸗ nen Vater, damit dieſer ihn ſerner fördern möge, und zog mit ſeinen Begleitern am andern Morgen der Straße nach, welche die fremden Ritter genommen hatten. Als ſie des Forſtes Ende erreicht hatten und eben am Scheidewege mit einander rathſchlagten; wel⸗ chen Weg ſie wählen könnten? zog ein Eremit die Straße herauf; ſie geboten der Eſelin, die ihn trug, Stillſtand, und forſchten bei ihm: ob er nicht vor einiger Zeit in dieſer Gegend hätte Reiter ziehen ſehen, welche Weiber in ihrer Mitte führten? Er bejahte ihre Frage, und verſicherte ſie hoch und theuer, daß ſie den Weg gen Bern genommen hätten. Die Beſchrei⸗ bung, welche der Eremit von den Weibern machte,

bewies den Rittern deutlich, das es diejenigen waren,