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Berge an, von welchem die ſchöne Burg einſt ſo ſtolz über das ganze Thal umherblickte. Noch ſtieg immer Dampf und Rauch aus den öden Mauern hervor, noch fand das Feuer immer noch Nahrung unter dem Schutte und flammte dann und wann ſichtbar empor. Viele der Unterthanen des Grafen kletterten auf den Mauern herum, und ſuchten, aufgemuntert durch die zurückgebliebenen Ritter, emſig zu retten, was etwa das Feuer noch nicht erreicht oder nicht ganz verzehrt hatte. Als dieſe ſahen, daß Reiter ſich nahten, ſam⸗ melten ſie ſich hinter den Steinen zum Kampfe, und kamen nicht eher hervor, als bis ſie ganz überzeugt waren, daß der Sohn ihres Herrn ſie rufe. Er ver⸗ ſammelte nach und nach alle um ſich, und forſchte emſig nach Nachrichten, die ſein krankes Herz tröſten und ſtärken ſollten. Sein Auge erblickte einige Burg⸗ knechte unter den Haufen, er gebot ihnen, alles zu erzählen; da dieſe aber in der Nacht ſchon ihr Heil in der Flucht geſucht hatten, ſo konnten ſie ſeiner Neugierde nichts Neues zur Sättigung bringen, und meinten nur, daß wahrſcheinlich Rothbergs Bundes⸗ genoſſen ſo ſchreckliche Rache genommen hätten. Weit beſſern und angenehmern Bericht erſtattete ein Lehens⸗ vaſall, der tief im Forſte ſeine Wohnung hatte, bei welchem der Räuberzug vorüber gegangen war und ezne Stunde lang Halt gemacht hatte. Er erzählte, duß es gegen dreihundert Ritter an der Zahl waren⸗ Sie trugen alle ſchwarze Rüſtungen, und über dieſe goldne Ketten, an denen drei Kreuze hingen. Sie führten in ihrer Mitte Klaren, Adelheiden und die übrigen drei fremden Jungfrauen, welche bisher auf der Burg gewohnt hatten. Sie forderten Waſſer zur Labung für dieſe, begegneten ihnen voll Ehrfurcht, und verſicherten ſie wiederholt, daß ſie für Ehre und Leben nicht das geringſte zu fürchten hätten. Einer
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