nach ſeiner Zuſicherung, den Gerechten wohl oft prüft, aber nie ganz verläßt, und wenn er ſich ohne Rath und Hülfe dünkt, oft ſein Retter wird.
Nach ſeinem Abzuge rathſchlagten die Ritter: was ſie nun beginnen und wohin ſie ziehen ſollten? Aller Meinung ſiel dahin aus, daß die Väter indeß nach Schwaben auf Farnsburg Veſte ziehen, und dort der Nachricht harren ſollten, welche ihnen die ſuchenden Ritter bringen würden, denn dieſe hatten nebenbei beſchloſſen, in getheilten Haufen nach Süden und Nor⸗ den, nach Oſten und Weſten auszuziehen und emſig nachzuforſchen: ob ſie nicht irgend eine Kundſchaft von den Dirnenräubern erhalten oder ihren Aufent⸗ halt erforſchen könnten. Der Bundeshauptmann bil⸗ ligte dieſen Plan, und gebot ihnen, ehe der Mond ſich ganz fülle, heimzukehren, damit man alsdann vereint die Kreuzwege beſuchen und erfahren könne: ob die unbekannten Ritter ihr Wort halten und Rede ſtehen würden.
Friedrich zog mit ſeinem Haufen nach der väterli⸗ chen Veſte. Mit ihm war auch ausgezogen Heinrich, Eſchenbach und Wieſenborn. Sie hofften nicht ohne Grund, daß ſie dort nähere Kundſchaft finden und treffen könnten. Vielleicht waren nicht alle Knechte ermordet und gefangen worden, vielleicht hatten ſie ſich wieder am Schutte der Veſte geſammelt und harr⸗ ten ihrer Herrn; vielleicht konnten wenigſtens die umher wohnenden Leibeignen und Vaſallen Nachrich⸗ ten vom Abzuge der Räuber erzählen, ihre Rüſtung beſchreiben, und ihnen kund thun: ob die Weiber ferner mit ihnen gezogen, und wie ſie ſich gegen ſolche betragen hätten? Dieſe und noch mehrere Urſachen waren die Abſicht ihres Zugs, war die Hoffnung, welche ſie dahin leitete. Sie ruhten nur zur höchſten Nothdurft, und langten ſchon am dritten Tage am


