Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
Entstehung
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dieſen angenehmen Morgen, das traurige Schickfal der Weiber nagte an ihrem brüderlichen Herzen, es that dieſem ſo weh, daß ſie thatenleer umherziehen mußten, und am Abende nicht einmal einen Freuden⸗ becher füllen konnten. Abgeſondert von ihnen allen, zogen die Grafen und die Liebenden; ſtille Verzweif⸗ lung thronte auf ihrer Stirne, und ſchien ſich in den tiefen Falten derſelben eine Wohnung auf immer zu bereiten. In ihrer Mitte ritt der Biſchofz er ſprach Worte des Troſtes zu ihnen, aber ſie hörten ihn nicht und blickten ſtarr in den Staub hinab, den ihrer Roſſe Füße vom trocknen Boden aufwühlten. Bisher hatte immer noch Hoffnung ihr Herz gelabt, und die tödtliche Wunde deſſelben geſalbt. Jetzt ſchwieg dieſe ganz, und die ungepflegte Wunde fing zu eitern an. Sie hatten Neuburgs Wittwe ſchrecklich ermordet gefunden. In ihrer Geſellſchaft wurden die andern Weiber gefangen; ganz natürlich wars alſo zu ver⸗ muthen, daß auch ähnliches Schickſal ihr Loos gewor⸗ den ſey. Mit dieſer ſchrecklichen Vorſtellung Gewisheit ſie immer feſter glaubten, langt der Burg an, welche auf des Abts Befeh. H geöffnet wurde. Wieſenborn, welcher ehemale Veſte vertheidigt hatte, und folglich jedes heihliche Gemack derſelben kannte, war Anführer der Suchen⸗ den. Als aber alle geöffnet waren, und alle leer gefunden wurden, da begann aufs neue der Ritter Trauer um ſo mäichtiger, wil jede Ausſicht uun ver⸗ ſchloſſen, jede, auch die kleinſte Hoffnung, verſchwun⸗ den war. Am andern Morgen beſchloß der Biſchof heimzu⸗ ziehen, weil er vor jetzt wenigſtens ſeines Zuges Abſicht zu erfüllen nicht fähig war. Er gelobte heilig, derzukehren, wenn die Weiber gefunden würde verwies die Trauernden indeß auf Gottes H

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