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dort, wenn du auch die Uebergabe bis morgen ver⸗ zögerſt, iſt unmöglich! Bekenne alſo, wenn du dich ſchuldig fühlſt!
Abt eſtandhaft). Ich habe nichts zu bekennen, und kann daher auch ruhig den Ausgang erwarten! Eure Vorſicht iſt mir überdies erfreulich, meine Unſchuld wird dadurch um ſo heller ans Licht gefördert.
Friedrich(raſch und ſtarr in des Abts Auge bli⸗ cend). Wo find die Schlüſſel zur Höhle, in der einſt Klotilde gefangen lag?
Abt. Ich habe keine Kenntniß von dieſer Höhle, ich——
Friedrich.- Ihr Eingang iſt bereits durch unſre Knechte beſetzt!.
Abt. Wohl euch alſo, edler Ritter, ſo könnt ihr dort ungehindert Nachſuchung pflegen. Ich ſchwör's euch wiederholt, daß ich weder ihre Lage, noch ihren Eingang kenne!
Friedrich. Ich erwarte mit jedem Augenblicke die Nachricht des Erfolgs!
Abt. Wollte Gott, ſo ruhig wie ich, ſo hätte all euer Kummer ein Ende! Seht mein graues Haar an, betrachtet dieſe gefaltete Stirne, und urtheilt dann noch ob ich fähig bin, nach Weiberbeſitz zu geizen, oder mit ungerechtem Gute mein Gewiſſen zu bela⸗ ſten. Ich muß mir dort Schätze ſammeln, mein Reich auf Erden wird bald enden. Ich kann nur für mich, nicht für meine Mönche ſtehen, aber ſo viel kann ich beim Verluſte meiner hoffenden Seligkeit euch zuſchwö⸗ ren, daß keiner derſelben ſchon durch zehn Tage ſeine Zelle nicht verlaſſen hat.
Graf Farnsburg. Und doch iſts erwieſen, daß Pfaffen unter den Räubern ſich befanden, welche mei⸗ nes Bundsgenoſſen Veſte verbrannten und unſre Töch ter entſührten.


