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197 mußt gehorchen! Gu den Weibern) Wer waren die Rä⸗ ber? Kanntet ihr keinen aus ihnen?
Ein Weib. Wir erkannten keinen, weil wir gleich anfangs dem Getümmel entflohen und uns hinter einen Holzſtoß verſteckten. Nur ſo viel ſahe ich dentlich, daß viele Pfaffen unter ihnen ritten, welche laut die Räu⸗ ber zum Kampfe ermunterten. Es find Geächtete! Es ſind Verbannte, ſchrieen ſie immer! Schont keinen! Gottes Lohn wird euch dafür werden!
Graf Farnsburg. Und die Weiber führten ſie unbeſchädigt mit ſich fort?
Ein Weib. Ja, alle! Sie hoben ſie mit Gewall auf die Roſſe und hielten ſie darauf feſt! Dies ſah ich deutlich durch die Spalten des Holzes.
Graf Farnsburg dzu Friedrich. Siehſt du, was unſre Zögerung nützte! Die Pfaffen haben den Tod ihres Abts gerächt! Es iſt ihnen herrlich gelungen! Aber unſre Rache ſoll eben ſo unverhofft und ſchnell ſie erreichen! Auf! Fort zum Kloſter! Jeder Stein, der von dieſem Gebäude auf ſeiner Stelle liegen bleibt, ſoll mir einen Tag meines Lebens rauben, dies ſchwöre ich—
Der Biſchof. Freund meines Herzens, ſchwöre nicht! Höre meinen Vorſchlag und Rath—
Alle Ritter. Hört ihn nicht, hört ihn nicht!
Friedrich. Tauſend deiner Bannflüche ſollen unſre Rache nicht hindern!
Heinrich. Spare ſie für deine gottloſen Pfaffen, auf uns haften ſie nicht!
Biſchof. Theure Söhne! Nie wird mein Mund mehr Fluch über euch ausſprechen! Ich billige vielmehr eure Rache! Sie iſt gerecht und löblich, aber gönnt mir die Freude, daß ich ſie ordnen und ausführen darf! Graf Farnsburg. Du? Nein, dü kannſt dies Geſchäft nicht beginnen, was deinem friedliebenden Herzen genügt, iſt dem unſern nur Reiz zur weitern That! Laß——.


