Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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und treuen Knechtes, ſo muß ihre Ehe die glücklichſte und zufriedenſte auf Erden ſeyn! Vorher aber

Graf Farnsburg. Genießen wir mit dir das Friedensmahl und leeren deinen Willkommsbecher!

Unter frohem Jubel der Bürger zogen nun die Ritter in die Stadt ein. Es war angenehm und rührend zu ſehen, wie der Biſchof zwiſchen den Grafen einherging, und wie Weiber und Kinder zum Beweiſe ihrer Freude ihren Weg mit Blumen und Laub beſtreuten.

Schon verkündigte der Hahn den Morgen, als die Ritter immer noch in der biſchöflichen Burg zechten, und viele ſich erſt nach einem Lager umſahen, als die Grafen ſchon Aufbruch geboten. Munter und fröhlich beſtiegen deswegen doch alle ihre Roſſe, weil ſie des Wachens gewohnt waren und oft viele Nächte hindurch nur auf ihren Roſſen ſchliefen. Friedrich und Hein⸗ rich, Wieſenborn und Eſchenbach führten den Zug an. Ihr Herz ſehnte ſich gewaltig nach der Umarmung ihrer Verlobten, ſie genoſſen ſchon jetzt die Wonne des Wiederſehens, und freuten ſich im Voraus des Augen⸗ blicks, in welchem ſie ihren Trauten die Botſchaft ver⸗ kündigen würden, daß nun alle Hinderniſſe gehoben und ihrer Verbindung nichts mehr hinderlich ſey. Hät⸗ ten die Väter es gebilligt, ſie würden vorausgeeilt ſeyn, und ſicher die Veſte um einige Tage früher er⸗ reicht haben, denn der Zug ging des alten Biſchofs wegen ſehr langſam. Farnsburgs Burgkaplan und Bundsprieſter zog auch wieder mit ihnen. Freude glänzte in ſeinen Angen, und Wonne thronte in ſei⸗ nem Herzen, da die ganze Geſchichte ſich ſo rühmlich geendet hatte, und er nun wieder ohne Gewiſſenszwang unter den Rittern wohnen konnte, die er aufrichtig und mit ganzer Seele liebte.

Als der Zug bei Farnsburgs Veſte anlangte, be⸗ ſchloſſen die Grafen hier einige Tage auszuruhen, weil