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in Vertheidigung der Unterdruckten fallet!(Alles Volk ſauk zur Erde und rief laut: Segen! Segen den edlen und guten Rittern!)
Biſchof czu Farnsburg). Und nun komm an mein Herz, verlorner und wiedergefundner Sohn! O wie wohl iſt mir, daß die Fehde vermittelt iſt, wie froh bin ich, daß ich ſo biedre und ehrliche Ritter kennen und ſchätzen lernte! Verſchmäht meine erſte, und wahr⸗ ſcheinlich meines Alters wegen, meine letzte Bitte nicht: zieht mit mir in meine Burg, ihr ſeyd alle geladen! Genießt, was ich zu geben vermag, und wenn guter Wille ein Mahl verherrlicht, ſo muß das meinige eines der ſchönſten und herrlichſten werden!
Farnsburg. Wir nehmen deine Ladung mit Dank an, wenn du dagegen auch uns eine freund⸗ ſchaftliche Bitte gewährſt.
Biſchof. Fordert, theure, lieben Söhne, fordert! Mein beſchämtes Herz wünſcht ſo ſehr eure Großmuth nachzuahmen. Iſt die Kraft meines Wirkens ſo ſtark, wie mein guter Wille, ſo werdet ihr nie eine Fehlbitte thun.
Farnsburg. Wir wollten eben auf meines Freun⸗ des Burg hochzeitliche Feſte feiern, als dein Bann dort anlangte, und den Prieſter verhinderte, den Segen über die Verlobten auszuſprechen. Er iſt nun gehoben, erſetze jetzt den Harrenden dieſen Verzug durch neue Wohlthat. Ziehe mit uns und ſegne unſre verlobten Kinder zur Ehe ein. Du wirſt dadurch unſre feindli⸗ chen Nachbarn rings umher überzeugen, daß dein Fluch uns ohne Recht traf, und deinem guten Herzen wirds Wonne ſeyn, ihn in vollen Segen zu verwandeln.
Biſchof. Ich bin ſchwach und alt, wollte ſchon in Ruhe meines Erlöſers des kommenden Todes har⸗ ren, aber die Verſuchung iſt zu ſchön, zu reizend, ich kann ihr nicht widerſtehen. Ich will eure Kinder ſeg⸗ nen, und erhört Gott die flehende Stimme ſeines alten


