Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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ich ſie jetzt mit Schande beflecken, durch niedre Furcht beſudeln werde. Du biſt und bleibſt verbannt! Du biſt und bleibſt geächtet!

Farnsburg. Bedenke, was du ſprichſt! Sieh, wie der Haufe, welcher dich vorher umgab, zurück⸗ weicht! Du ſtehſt allein und verlaſſen da! Niemand wird dir beiſtehen, niemand dich vor meiner Rache ſchützen!

Biſchof. Der Herr wird mein Schild, der Ewige mein Vertheidiger ſeyn! Du kannſt mein Blut hei⸗ ſchen! Es wird willig fließen, aber keine Marter, keine Pein ſoll fähig ſeyn, meine Zunge zum Segen über dich und deine Begleiter zu löſen! Ich ſprach den Fluch im Namen des Herrn über dich aus, du biſt ſein Ge⸗ ſchöpf, du biſt das Werk ſeiner Hände, in ſeiner Macht ſteht's, dich zu erheben oder zu erniedrigen, dir Fluch oder Segen auszuſpenden. Du erhielteſt ſeinen Fluch, und er ſoll ewig auf dir und deinen Nachkommen haften.

Farnsburg. Hartnäckiger Pfaffe, du mißbrauchſt deine Gewalt ſchändlich!

Biſchof. Gott gab ſie mir unbedingt! Was du löſen wirſt, ſprach er zu mir, ſoll gelöſet ſeyn! Was du binden wirſt, ſoll gebunden bleiben! Ich habe in ſeinem Namen dich geächtet und verbannt, und du biſt und bleibſt geächtet! Habe ich meine Gewalt miß⸗ braucht, ſo hadre mit ihm, wenn du's vermagſt!

Farnsburg. Ewiger! Allmächtiger Gott! Du biſt allwiſſend, du haſt die Worte deines Dieners ge⸗ hört! Mit dir werde, mit dir kann ich nicht hadern! Aber er verwies mich an deine Barmherzigkeit, und dieſe flehe ich an, damit ſie mir und meinen Rittern ohne Vermittler, ohne Stellvertreter werde! Dir wol⸗ len wir künftig unſre Sünden beichten! Zu dir wol⸗ len wir uns wenden, wenn Noth uns drängt und Hilfe uns mangelt! Du haſt Herzen und Nieren ge