Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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burgs Wittwe und ihren beſten Koſtbarkeiten glücklich in Frohburgs Veſte an. Er hatte, unbemerkt von ſei⸗ nen Feinden, ſich zur Nachtzeit glücklich durch den Forſt entfernt, und freute ſich innig, wie dieſe ſtau⸗ nen würden, wenn ſie am Ende einſehen lernten, daß ſie ſo emſig eine leere Veſte bewacht hätten. Ihm folg⸗ ten bald in kleinern und größern Haufen die Mitglie⸗ der des mächtigen Löwenbundes. Mancher Ritter brachte zehn bis zwanzig bewaffnete Knechte mit ſich. Alle waren hoch entrüſtet gegen den kühnen Biſchof, der's gewagt hatte, ihren untadelhaften Bund zu beflecken. Sie erneuerten dieſen mit den ſtärkſten Eidſchwüren, und gelobten nicht eher ihr Schwert in die Scheide zu ſtecken, bis nicht der Bund gerächt, der Bann gelöst ſey. Als endlich der Rächer von Norden mit ſeinem Zuge auch anlangte, und Farnsburg wohl einſah, daß er wegen der weiten Entfernung die Ritter, welche er dem Kaiſer zu Hilfe geſandt, nicht erwarten konnte, ſo beſchloß er auszuziehen. Beide Grafen muſterten ihre Haufen, und fanden, daß ſich unter ihren Fahnen fünfzehnhundert wohl Bewaffnete verſammelt hatten. Dreihundert ließen ſie zur Bewachung der Veſte zu⸗ rück, und zogen mit den übrigen nach Schwaben. Der Tag ihres Auszugs war traurig für alle, am meiſten aber für die Weiber, deren Herz beim Abſchiede in Wehmuth zerfloß. Alle flehten ihre Ritter, ſich der Gefahr nicht allzuſtark auszuſetzen, und fein zu be⸗ denken, daß ihr Tod auch den ihrigen nach ſich ziehen würde. Seyd ruhig, ſprach der alte Frohburg am Ende, wir werden euch alle geſund und wohl wiederſehen⸗ Die Pfaffen kämpfen nur mit Worten: wenn ſie bloße Schwerter erblicken, ſo beſinnen ſie ſich bald eines an⸗ dern, und verwandeln ihre Drohung in Bitte. Betet indeß für uns, und obgleich der hartherzige Prießter unſte Kapelle verſiegelt hat, ſo glaubt doch gewiß,