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mann eines ſo mächtigen Bundes, ſo zu beleidigen, ſo zu kränken! Ritter, Bundsbrüder! fühlt ihr dieſen Schimpf?.
Alle Ritter(durch einander). Wir fühlen ihn, wir wollen ihn rächen! Fehde, Fehde mit dem Biſchofe! Befiehl, wir ziehen aus! Fort! Fort! zur Rache!
GrafFarnsburg. Hörſt du ihr Toben? Gleichts nicht einem ſchrecklichen Gewitterſturme! Was denkt dein Biſchof, daß er ſolche Männer zur Rache wider
ſich reizt?
Pfaffe. Auch ich ſtellte ihm alles dies vor, aber er verläßt ſich auf die Wirkung des Bannes, er hofft, daß alle eure Reiſigen euch verlaſſen werden.
Graf Frohburg. Und thäten ſies auch, ſo muß er doch die Macht eines Bundes fürchten, deſſen Glie⸗ der er alle geächtet hat, deren Tapferkeit weltbekannt iſt, wovon der zehnte Theil derſelben ſchon Kraft ge⸗„ nug hat, ihn und ſeine Stadt zu ängſtigen.
Pfaffe. Auch dies erzählte ich dem Biſchofe; da aber die Macht des Bannes jede Verbindung vernich⸗ tet, jeden Schwur löst und ungültig macht, ſo glaubt er, daß die Kette des Löwenbundes zerreißen, und einzelne Glieder ſich nicht rächen werden.
Die Ritter. Ah, da hat er ſich betrogen! Gefahr und Drohung ketten uns enger! Er ſoll bald eines andern belehrt werden.
Graf Farnsburg. Heil mir, daß ich dem Ver⸗ ſuch zur Verſöhnung nicht traute! Schon ſind rings⸗ herum Boten ausgeſandt, ſchon entbieten ſie die Ru⸗
henden zum allgemeinen Heerzuge! Auch die ausge⸗
fandten Rächer will ich zurückberufen. Vor allen muß dies Geſchäft geendet ſeyn, ehe wir andre beginnen⸗ In vier Tagen ziehen wir gen Koſtnitz!— Pfaffe. Darf ich deinen Entſchluß dem Biſchofe melden, vielleicht fruchtet es. Vielleicht bin ich ſo glüc lich, dir beſſere Bedingungen entgegenzubringen


