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war wider den Vertrag! Zu was bedarfs der Wie⸗ derholung! Dein Biſchof hat mir nichts zu befehlen! Sprich weiter——
Pfaffe. Du ſollſt andre Zeugen gegen den Abt und ſeine Mönche ßtellen, und erproben dieſe die Schandthaten des Abts, ſo will der Biſchof deine Rache als billig erkennen, nur Genugthuung für die beleidigte Prieſterwürde fordern.
GrafFarnsburg. Und welche2
Pfaffe. Zürne nicht mit mir, wenn ich deinen Stolz abermals zu kränken gezwungen bin. Die Ver⸗ ſöhnung iſt hart, iſt ſchimpflich, auch ich billige ſie nicht, aber du forderſt Bericht, und—
Graf Farnsbur 8. Sprich, guter Alter, ſprich, du ſollſt es nicht entgelten!
Pfaffe. Um die beleidigte Kirche zu verſöhnen, ſollſt du mit allen deinen Rittern, in Trauerkleidern angethan, am Dome zu Koſtnitz erſcheinen, und an der Thüre deſſelben durch drei Tage mit brennenden Kerzen in der Hand öffentliche Buße verrichten. So oft ein Prieſter unter dieſer Zeit aus⸗ und eingeht, ſollt ihr niederknien, ſeine Füße küſſen, und ihn um Verzeihung, um Löſung des Banns anflehen.
raf Frohburg(aufſpringend). Wo iſt mein Schwert?
Grafßarnsbu rg. Wohlgeſprochen, treuer Freund und Bundsgenoſſe! Nur dies kann dieſen ſchmählichen Schimpf rächen, nur dieß kann unſre Ehre retten! Auf, edle Ritter, auf! Der Löwe iſt zum Kinderſpott geworden! Mäuſe nagen an ſeinen Pfoten, und Ha⸗ ſen ſpielen mit ſeiner Mähne! Ha! Wenn ich dir dies nicht vergelte, ſtolzer Biſchof, wenn ich dieſen Schimpf nicht abwaſche, ſo will ich mir dieſe grauen Haare ſelbſt abſcheeren, in eine Kutte kriechen, und im Klo⸗ ſter Knechtendienſte verrichten! Mich Mich, den Haupt


