Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Bitte der einzige Weg, auf welchem ſie der Verſöh⸗ nung entgegen wandeln könnten.

GrafFarnsburg. Der Uebermüthige, der Stolze!

Pfaffe. Endlich ſiegte meine Vorſtellung. Er las dein Schreiben, und fand Stoff zur neuen Beleidi⸗ gung darin. Er beharrte feſt darauf, daß der Abt und Kaplan die angeſchuldeten Verbrechen nicht be⸗ gangen, und unſchuldig ſeyen ermordet worden. Die Kloſtermönche haben in des Biſchofs Gegenwart bei⸗ der Unſchuld beſchworen, und ihr Schwur müſſe ſo lange als ſicher und wahr gelten, bis du nicht durch andre und wichtigere Beweiſe ſie des Meineids über⸗ führt hätteſt.

Graf Farnsburg. Das kann ich bald und ſicher thun! Alle Ritter, welche dem Zuge beiwohnten, kön⸗ nen wider die Mönche zeugen, können des Abts Ge⸗ ſtändniß kräftig beſchwören.

Pfaffe. Der Biſchof verwirft dies Zeugniß, das ich ihm auch bot. Er fordert das Zeugniß anderer, nicht mit in dem Streite verflochtner, und befiehlt dir daher

Graf Farnsburg. Was? Schweig Pfaffe, oder ich vergeſſe deiner Würde und räche deine kühnen Worte! Der Biſchof befiehlt mir! Wie lächerlich! Dein Biſchof hat mir nichts zu beſehlen! Der Kaiſer iſt mein Herr, und ſonſt kenne ich keinen! Geh und melde ihm dies.

Pfaffe. Zürne nicht mit mir. Du forderſt Be⸗ richt meiner Sendung, wie kann ich alſo anders re⸗ den? Oder willſt du, daß ich heucheln, daß ich lü⸗ gen ſoll 2

Graf Farnsburg. Nein, dies ſollſt du nicht! Sprich weiter, ich will dich nicht mehr unterbrechen.

Pfaffe. Der Biſchof befiehlt dir

Graf Farnsburg. Heimtückiſcher Pfaffe, das