Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Die Ritter unter einander. Was ſagt er2 Ach, das wäre ſchimpflich! Pfui der Schande! Nein, Fehde, Fehde mit dem Biſchoſe!

Pfaffe. Liebe Ritter und Freunde, kehrt in den Saal zurück! Hier iſt nicht der Ort, wo unſer Streit entſchieden werden kann. Ich folge euch dahin, und hoffe euch von der Billigkeit meiner Forderung zu überzeugen. Geht, ich folge, will vorher nur meine Pflicht erfüllen, und an dieſe Thüre mein Siegel hän⸗ gen. Weh dem Kühnen, der's in meiner Abweſenheit zu verletzen wagt, er würde doppelten Bann auf ſich laden, den ſelbſt der Biſchof nicht zu löſen fähig wäre.

Graf Farnsburg. Kommt, Finder und Freunde, kommt! Wir wollen ſeiner im Saale harren! Der Prieſter war ſonſt mein geprüfter Freund. Immer war ſein Rath gut und weiſe. Es gebührt uns alſo, ihn vorher ganz zu hören, ehe wir ihm zuwider handeln.

Der Zug ging nun wieder nach dem Saal zurück. Kein Jubelgeſchrei begleitete ihn; alles trauerte und ſchwieg. Aus der Weiber Augen ſchlichen Thränen über die Wangen herab, welche das unvermuthete Hin⸗ derniß mächtig gebleicht hatte. Keiner wagte es, die vollen Becher zu nehmen, welche auf der Tafel ſtanden und zum Wohl der Neuvermählten geleert werden ſoll⸗ ten. Stille, welche nur dann und wann durch einen Seufzer unterbrochen wurde, herrſchte im ganzen Saale, als der Prieſter eintrat.

Pfaffe. Soll unſer Geſchäft wohl beginnen und gut geendet werden, ſo muß ich euch ſämmtlich zuvor klar überzeugen, daß ihr gefehlt, daß ihr beleidigt habt, und daß folglich nur Reue und Bitte um Vergebung euch verſöhnen kann.

Einige Ritter. Die Ueberzeugung ſoll dir ſchwer werden.

Pfaffe. Ich zweifle. Sprecht ſelbſt! Iſt die Würde, iſt das Ant eines Prieſters nicht heilig2