Nach kurzer Zeit ſoll dieſe Thüre euch wieder geöffnet ſeyn, und ich will dann mit ächten Freudenthränen eure Verbindung ſegnen.
Viele Ritter. Achtet des Geſchwätzes nicht! Unſer Schwert ſoll uns ſchon Verſöhnung ſchaffen.
Andre. Hört ihn, hört ſeinen Vorſchlag!
Graf Farnsburg. Und was fordert dein Bi⸗ ſchof zur Verſöhnung.
Pfaffe. Dies kann ich nicht wiſſen; aber trügt mich meine Ahnung nicht ganz, ſo wird eure Buße leicht und kurz ſeyn. Ich will noch heute den Weg zu ihm beginnen, ich will ihm eure Reue kund machen, und euch Gottes und ſeine Vergebung zurückbringen.
Graf Farnsburg. Wohl dann, ich nehme dei⸗ nen Vorſchlag an. Ziehe hin und biete dem Biſchof in meinem Namen Friede! Er hat mich hart beleidigt, er hat das Anſehen meines Bundes gekränkt, aber ich will beides nicht rügen, will vergeben und vergeſſen, wenn er eben ſo ſchnell und behende den ungerechten Bann zurücknimmt.
Graf Frohburg. Kannſt du zu dieſem allen aber kühn noch hinzufügen, daß weder ich, noch Graf Farnsburg ihm Friede bieten würden, wenn Fehde mit ihm nicht das Glück unſrer Kinder verzögerte.
Graf Farnsburg. Du ſprachſt gut und weiſe! Vergiß ja nicht, ihm dies zu ſagen. Denn weh ihm und ſeiner Stadt, wenn dieſe Urſache nicht unſer Schwert feſſelte.
Alle Ritter. Ja wohl! Weh ihm! Melde ihm dies!*
Pfaffe. Wenn ich euch Friede und Löſung des Bannes zurückbringen ſoll, ſo darf keine drohende Bot⸗ ſchaft mein Begleiter werden. Rur Reue und Bitte kann die beleidigte Kirche verſöhnen. Kann ich dieſe nicht mit mir nehmen, ſo verſichere ich euch im vor⸗ gus, daß meine Botſchaft zwecklos iſt.


