Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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der. Wir ſcheiden ungern! Könnten wir Löſung des ſchrecklichen Banns hoffen, wir blieben! Ja wahrlich, wir blieben!

Graf Frohburg. Daß ich ihn nicht verdiente, iſt euch eben ſo gut, wie mir bekannt. Und ob unge⸗ rechter Fluch mir und meinen Treuen Gottes Barm⸗ herzigkeit rauben kann, mögt ihr ſelbſt beherzigen und überlegen. Graf Farnsburgs Reiſige haben's über⸗ legt, habens beherzigt, und ſie blieben.

Reiſige und Knechte. Sie blieben? O ſo bleibe ich auch! Ich auch! Ich auch! Graf Frohburg zählte nun diejenigen, welche ihm länger zu dienen verſprachen, und von allen ſeinen Dienern und Knech⸗ ten verließen nur zwölfe die Burg, welche um ihrer Weiber und Kinder willen ſich den verheerenden Fol⸗ gen des Banns nicht auszuſetzen wagten.

Mit fröhlichem und heiterm Geſichte hinterbrachte nun der Burgherr ſeinem alten Freunde die angenehme Botſchaft. Er fand ihn im Kreiſe ſeiner Ritter, die dem ungerechten Banne Hohn ſprachen, und ſich freu⸗ ten, daß Frohburgs Reiſige mit ihnen eines Sinnes waren. Bald, riefen ſie vereint, ſollen die Treuen ihrer Furcht entledigt werden. Wir wollen den Biſchof weidlich ängſtigen, und ihm ſo zuſprechen, daß er nie mehr unſern Bund mit dem Banne belegt. Mit trau⸗ rigem, hoffnungsloſem Blicke traten jetzt auch die Ver⸗ lobten ins Gemach. Der Weiber Herz war durch die ſchreckliche Nachricht ſehr geängſtiget worden. Sie vermutheten nicht ohne Grund, daß der Bannfluch ihr ganzes Glück vernichten, daß ſie in tödtlicher Ungewiß⸗ heit lange noch würden zagen müſſen. Freude verbrei⸗ tete ſich auf ihrem Geſichte, als ſie erfuhren, daß die⸗ ſer Vorfall die Feier des heutigen Tages nicht um eine Stunde verzögern, ſie vielmehr fördern ſollte. Putzt und ſchmückt euch fein behends, ſprach der alie