Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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gefällt hatte. Er eilte zu dem Grafen Farnsburg, um ihm ſein Unglück zu klagen und Rath und Troſt von ihm zu heiſchen. Ruhig und heiter hörte der Greis ihm zu. Laß dich dies nicht ſchrecken, ſprach er ſtandhaft, laß jeden ziehen, den knechtiſche Furcht von dir jagt. Ich und mein Bund bleibt dir treu. Er wird nicht wanken. Ihn ſchreckt kein ungerechter Bann, kein Fluch, mit welchem der Prieſter wohl drohen, den aber die Reichsfürſten nie beſtätigen, den Gottes Ge⸗ rechtigkeit nicht erfüllen wird. Der Bund ift beleidigt. Der Löwe iſt in Gefahr, und dies endet alle andere Geſchäfte. Heute noch ſende ich Eilboten an alle Bundsritter aus, und ehe ein Monden vergeht, ſind mehr als fünfhundert derſelben verſammelt, welche den Biſchof ſchon eine andere Sprache lehren werden.

Graf Frohburg. Wenn aber indeß uns alle Rei⸗ ſige, alle Knechte und Mägde verlaſſen, wenn unſre Feinde, deren Tücke nie ſchläft, den günſtigen Augen⸗ blick benutzen

Graf Farnsburg. Dafür laß mich wachen und ſorgen. Ich übernehme die Vertheidigung deiner Veſte und deines Habes! Für die Treue meiner Reiſigen ſtehe ich, auch ſie ſind dienende Glieder meines Bun⸗ des. Kein Bannfluch kann ſie ſchrecken und ihren Eid löſen. Noch einmal, laß ziehen, wem's beliebt! Ver⸗ kündige ihnen dieſes, und melde mir wieder: wie viel dir treu blieben, damit ich meinen Plan darnach ord⸗ nen kann.

Graf Frohburg eilte nun zu den verſammelten Rei⸗ ſigen und Knechten. Er war ſelten ihr Herr, nie ihr Tyrann, ſtets ihr Vater geweſen. In vieler Augen glänzten Thränen, als er mitten unter ſie trat, jedem freien Abzug, allen den rückſtändigen Lohn zu geben verſprach. Die Reiſigen und Knechte unter einan