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Graf Farnsburg. Hah, wartet, Buben, war⸗ tet, ich wills euch gleich lohnen! Ich komme hinab, und will euch kräftigere Botſchaft an euern kühnen Biſchof mitgeben.
Ein Ritter. Habts nicht nöthig! Die unſrige iſt geendet! Euer Stolz wird bald ſchwinden.
Alle Ritter ſpornten nun ihre Roſſe und jagten ſchnell von dannen. Lautes Gelächter ſcholl ihnen von vielen Burgfenſtern nach, die mancher Ritter geöffnet hatte, um die Urſache des ungewöhnlichen Lärmens näher zu höreß
Graf Farnsburg. Recht ſo, edle Kämpen und Bundsgenoſſen, recht ſo! Der Botſchaft gebührt ſolch ein Lohn! Achtet der Thoren nicht, welche mit Gottes Langmuth ſpielen und ſeine Geduld mißbrauchen! Schlaft ruhig und erwacht froh zum morgenden Feſte. Ihr ungerechter Bann ſolls nicht ſtören. Iſt's geen⸗ det, ſo wollen wir den Unfug ſchon im vollen Maße rächen.
Früh, als die erſten Strahlen der Sonne die Berge vergoldeten, verließen alle Burgbewohner ihr Lager, auf welchen viele derſelben die letzte Hälfte der Nacht ſchlaflos zugebracht hatten. Der Bannfluch, welcher in damaligen Zeiten äußerſt gefürchtet wurde, hatte tiefen Eindruck auf ihr zagendes Herz gemacht; ſie waren unentſchloſſen: ob ſie der ſchrecklichen Wirkung ſich theilhaftig machen, oder ihre geächteten Freunde heimlich verlaſſen follten? Viele der ſremden Gäſte wählten das letztere. Ohne Gruß und Abſchied ſchli⸗ chen ſie aus der Veſte und flohen ſchnell von dannen. Als die Knechte dies dem Burgherrn meldeten, und die meiſten derſelben, um ihrer Seelen Heil zu retten, auch den Abſchied forderten, da entbrannte ſein Zorn ſchrecklich gegen den ungerechten Biſchof, welcher ohne Verhör und Prüfung ſolch ein hartes Urtheil über ihn


