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Friedrich(vom Fenſter herab). Ich bin ſein Sohn. Sprecht! Was fordert ihr?
Ein Ritter. Harre, bis die Reihe dich trifft!
Der alte Graf Frohburg trat nun ans Fenſter und forſchte nach der Ritter Verlangen.
Ein Ritter. Graf von Frohburg, wir bringen dir und deinen Kindern, deinen Freunden und Bunds⸗ genoſſen des erzürnten Gottes gerechten Fluch! Er gab den Dienern ſeines Worts den Löſe⸗ und Binde⸗ ſchlüſſel! Sie vollziehen ihr Amt, ſie erfüllen ihre Pflicht, und ſtoßen dich aus dem Bund der Gnade. Sie ent⸗ ziehen dir ſeine Hilfe und übergeben den verſtockten Sünder der Gewalt, der Macht des Satans. Sie ha⸗ ben den Bann über dich ausgeſprochen, und ſenden dir durch uns Nachricht. Verflucht ſey der, welcher ferner⸗ hin mit dir Gemeinſchaft pflegt. Verflucht ſey, welcher deine Frage beantwortet und dir Rede geſteht. Ver⸗ maledeit ſey, welcher deinem flehenden Munde einen Biſſen, deiner lechzenden Zunge einen Labetrunk reicht! Vermaledeit ſey der Prieſter, welcher ferner noch dich in der Kirche duldet, dir Gottes Wort verkündigt! Ver⸗ maledeit ſey er, wenn er in der letzten Stunde ſich tröſtend dir naht!
Alle Ritter. Amen! Amen! Amen!
Graf Frohburg. Vermaledeit ſeyd ihr, die ihr Gottes Namen ſchändlich mißbraucht, und unter ſeinem Schutze die Unſchuld zu kränken ſucht. Was habe ich verbrochen, daß Fluch und Bann mir werden ſpll?
Ein Ritter. Kühner! Du kannſt noch ſiagen? Dein mit dir geächteter, dein mit dir verbannter und verfluchter Sohn hat ſich erfrecht, ſeine Hand an den Geſalbten des Ewigen zu legen! Er hat den Abt ſchändlich ermordet, und du haſt's geduldet, haſt's nicht geahndet. Weh! Weh! Weh über dich! Weh über den ſchändlichen Bund des Löwens, unter deſſen Fahit das Bubenſtück begann und ausgeführt wurde,


