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verſchwinden ſahen. Schon nahte ſich die Mitternachts⸗ ſtunde, ſchon ruhte und ſchlief alles in der weiten Burg umher, nur Friedrich konnte, ſo ſehr er ſich auch mühte, dieſes Glücks nicht theilhaftig werden. Bange Ahnungen, deren Urſache er nicht ergründen konnte, quälten ſein Herz. Er verließ ſein Lager, um am Fen⸗ ſter Zerſtreuung zu ſuchen. Wie ers öffnete, ſah er Fackelnlicht unter den Bäumen des nahen Forſtes. Bald darauf erblickte er neun ſchwarze Ritter, welche ſolche trugen und auf ſchwarzen Roſſen ſaßen. Sie ſporn⸗ ten dieſe, und jagten im vollen Rennen auf der Straße herauf, welche nach der Burg führte. Es war ſchreck⸗ lich anzuſehen, wie der Fackeln Dampf und Funken gleich einer feurigen Schlange in hundert Krümmungen hin⸗ ter ihnen herzog und ſich hoch in die Luft erhob. Sie hielten am verſchloßnen Burgthore ſtille. Friedrich ge⸗ wann Zeit, ſie näher zu betrachten. Alle trugen ſchwarze Rüſtungen, auf ihren geſchloßnen Helmen wehten ſchwarze Federn, und ihre Schilder waren mit Flor überzogen. Einer derſelben trug eine ſchwarze Fahne in der Hand, auf welcher drei gemalte Todtenköpfe den ſtaunenden Friedrich ſchrecklich angrinsten. Zwei der Ritter ſtik⸗ gen vom Roſſe und hefteten mit dumpfen Schlägen eine offne Pergamentrolle an den rechten Flügel des Thors. Wie ſie geendet hatten, zogen alle eine lange Poſäune hervor und ſtießen dreimal darein. Heulend erſchablten die Mißtöne derſelben durch die tiefe Stille der Nacht ringsumher, und wurden durch die nahen Felſen⸗Echo beantwortet. Erſchrocken und zagend rief der Wächter von der Warte herab, und fragte nach der Ritter Begehren. Einer derſelben. Weckt euern Burgherrn! Wir haben im Namen des allwiſſenden, des gerechten Got⸗ es mit ihm zu ſprechen! Wir ſind abgeſandt, ihm ſeinen Willen zu verkündigen.


