Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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den! Wir wollen heute ſchlafen

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Tags, an welchem die vier Verlobten ihre Hochzeit feiern würden, und gelobte dann alle ſeine Kräfte zu ſammeln, um an dieſem ſeltnen Tage noch einmal die Freude des Menſchen im vollen Maße genießen zu

önnen. 3 übergehe die Zubereitung zu dieſem Feſte. Es ſollte in voller Pracht acht ganze Tage auf Frohburgs Veſte gefeiert werden, dann waren alle Gäſte aufs neue nach Farnsburgs Veſte geladen, wo wieder an⸗ dere acht Tage der Freude und dem Vergnügen ge⸗ widmet ſeyn ſollten. Ludwig, der junge Graf von Farnsburg, welcher abſichtlich vom Vater ausgeſandt wurde, um Adelheiden aus dem Kloſter zu holen, hatte des Vaters Abſicht vollkommen erfüllt. Seinem Her⸗ zen war die ſchöne Unglickliche werth und theuer ge⸗ worden, er liebte ſie in der Folge aufrichtig und zärt⸗ lich, war immer beſchäftigt, ſie zur Nachfolge zu be reden. Noch war aber ihre Trauer um den verlornen Geliebten zu groß und innig. Sie verkannte zwar Ludwigs edle Eigenſchaften nicht, ſie ehrte und ſchätzte ſie vielmehr, aber ihr Herz hielts für Verbrechen, des Todten ſobald zu vergeſſen, und Ludwig mußte es fich gefallen laſſen, noch länger zu harren und zu dulden. Am Abende des letzten Tages vor dem Feſte er⸗ ſchienen ſchon viele fremde Ritter, welche ſammt ihren Weibern zum Mitgenoſſe geladen waren. Alle waren beim Mahle munter und fröhlich, und würden die ganze Nacht durchzecht haben, wenn der Burgherr nicht bei Zeiten Ruhe geboten hätte. Wir müſſen, ſprach er, unſre Kräfte zum wirklichen Feſte ſparen und ſammeln! Laßt ſie uns nicht unnütz verſchwen⸗ damit wir morgen

wachen können! Jeder fand dieſen Rath billig, ſelbſt die Verlobten trennten ſich willig von ihren Lichchen weil die Trennungsdauer kurz und die letzte ſeyn ſole weil ſie überdies dieſen leeren Raum gerne im Schlafe