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desjenigen zu trinken, dem ihr Herz am günſtigſten ſey⸗
Agnes(aufſtehend und ſtandhaft). Ich will herzlich gerne des Ritters Bitte erfüllen, wenn mir nur vor⸗ her auch der Beſitz meines Geliebten zugeſichert wird⸗
Der alte Farnsburg. Wozu bedarfs der Um⸗ ſtände? Trinke, Tochter, trinke!
Agnes. Wie ſoll, wie kann ich dies, ohne vor⸗ her der Erfüllung meiner Bitte gewiß zu ſeyn? Va⸗ ter! Habt ihr je mein Herz erforſcht? Wißt ihr, wie's drin ausſieht? Kennt ihr den Geliebten deſſelben?
Graf Farnsburg. Ich hoffe ihn zu kennen!
Agnes. Hoffnung kann trügen! Und würde ich nicht zum Spott aller tafelnden Ritter und Frauen werden, wenn ich öffentlich den Geliebten meines Her⸗ zens nennte, und ihr mit ernſthaftem Blicke und Miene meine Wahl mißbilligtet, mir ſtrengen Befehl ertheil⸗ tet, nie ſeiner mehr zu gedenken: Ich bin Farnburgs Tochter, und würde ſolch einen Schimpf nicht überleben.
Viele Ritter cuntereinander). Sie hat recht! Sie ſpricht gut!
Agnes. Nicht wahr, edle Freunde, ihr ſtim mir bei! Iſts nicht genug, daß ich der weiblichen Scham⸗ haftigkeit entſage und meines Herzens Geheimniß öf⸗ fentlich entdecke? Gebührt mir dafür nicht Lohn? Und iſt der geforderte nicht billig?
Viele Ritter. Billig und gerecht!
Graf Frohburg. Ich muß ſelbſt auf Agneſens Seite treten. War mein Sohn ihres Herzens nicht gewiß, ſo mag er für die kühne Aufforderung büßen.
Graf Farnsburg. Ich müßte mich ganz irren⸗ wenn ich Trug muthmaßen ſollte. Trinke, Tochter, trinke! Deine Bitte ſoll erſüllt ſeyn.
Agnes. O ſolch ein allgemeines Verſprechen ge nügt mir nicht! Ihr müßt in aller Gegenwart mir
bee Einwilligung geloben und ſchwören! Müßt


