Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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nes Schwures ledig machen würde, und eilte wieder nach dem Garten, aus welchem er nicht eher zurück⸗ kehrte, als bis die Trompeten zur Tafel riefen. Die Väter ordneten abſichtlich die Plätze; jeder Ritter kam an ſeines beſtimmten Liebchens, und Heinrich folglich auch an Agneſens Seite. Er ſprach wenig mit ihr; als er aber ſah, daß der ſo ſehr von ihm beneidete Schnabelburg Agneſen gar nicht zu achten ſchien, mit übermäßigem Appetite trank und aß, ſo machte er ſie darauf aufmerkſam. Schnabelburgs Zärtlichkeit, ſprach er leiſe und ſpöttiſch zu ihr, ſcheint der eurigen nicht zu gleichen. Ihm ſchmeckts herrlich, ihn ſcheints gar nicht zu kümmern: ob euer Wagſtück gelingen wird? Wäre ich an ſeiner Stelle, mir würde kein Biſſen ſchmecken.

Agnes. Er ahnet nicht, was ich unternehmen will. Gebt nur Acht, wie's ihn niederdonnern wird, wenn ich beginne!

Heinrich(verdrüßlich). Nun ſo beginnt nur bald, damit ich der Marter, neben euch zu ſitzen, entledigt

werd. Agns. Ihr ſeyd unhöflich, Ritter! Ich werde es zu ahnden wiſſen.—— Wahrſcheinlich würde dies

Geſpräch nicht ſobald geendigt haben, wenn nicht eben der alte Graf Farnsburg den Geſundheitsbecher ge⸗ fordert hätte. Heinrich erbleichte und ſchwieg, als er dies Donnerwort hörte, und ſahe Agneſen nicht mehr

an. Friedrichs, Eſchenbachs und Wieſenborns Geſund⸗

heit war nun ſchon getrunken, und die Reihe kam an Heinrichen. Der alte Graf reichte ihm den Becher, und forderte mit einem Seitenblicke auf Agneſen, daß er ſelbſt ſeines noch unbekannten Liebchens Geſundheit trinken ſollte. Zitternd nahm Heinrich den Becher, überreichte ihn Agneſen, und forderte ſie ſtammelnd auf, ſeine Stelle zu vertreten, und die Ges Sheit