Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Meineidigen, und ſchwöre am Ende feierlich, daß ich nie die eurige ſeyn will. Ich werde meinen beſſer halten, wählt, was euch beliebt!

Sie hörte nicht mehr Heinrichs weitere und triftig⸗ Vorſtellung. Sie ging ſtolz von dannen und ließ ihn allein im Garten zurück. Hier hatte er Zeit genug, ſeine beſondre Lage zu überdenken. Agnes hatte beim erſten Anblick Eindruck auf ſein Herz gemacht, ſein Vater hatte die Hoffnung ihres B eſitzes darin geweckt,

und Agneſens munteres Weſen, ihr immer geſchäfti⸗ ger Witz ſolche bis jetzt trefflich genährt. Er ſollte nun dieſer auf eininal und ſo ſchnell entſagen. Auch dies würde er noch im Stande geweſen ſeyn, wenn nur ſein Stolz nicht ſo offenbar gekränkt und belei⸗ digt worden wäre. Da der Schwur der Verſchwie⸗ genheit ſeine Zunge nicht band ſo beſchloß er gleich anfangs, ſeinen Vater zu bitten, daß er ihm den Ve⸗ cher nicht reichen ließe, und dann wäre er öffentli⸗ chem Spott und Beſchämung ſicher entgangen; aber bald verwarf ſein gutes Herz dieſen Vorſchlag, er hielts für noch ſchimpflicher, die einzige Hoffnung einer liebenden Dirne durch Betrug zu tödten, und nahm ſich's feſt vor, ihrem Gebote willige Genüge zu leiſten, wenigſtens durch ein ſo großes Opfer ihre Freundſchaft zu erwerben, da es doch unmöglich war, ihre Liebe zu gewinnen. Mit dieſer Sutnen kehrte er wieder in die Verſammlung zurück. Es war ſehr natürlich, daß ſein zerſtreuter, oft finſterer Blick bald bemerkt wurde, und daß ihn alle mit Forſchen nach der Urſache weidlich quälten. Er beantwortete alle dieſe Fragen mit Entſchuldigungen mancher Art; als aber auch Agnes zu ihm trat, und mit der unſchul⸗ digſten, cheilnehmendſten Miene nach der Urſache ſei⸗ nes Kunmers forſchte, da ſchwand ſeine Geduld; er raunte ihr ius Ohr, daß wiederholter Spott ihn ſei⸗