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ſo ſprecht nur, daß, da ihr eures Glückes noch nicht gewiß ſeyd, ihr erſt von mir erfahren wolltet, ob ihr je die Erfüllung deſſelben hoffen könntet. Nach dieſen Worten reicht ihr mir den Becher, und fordert mich auf, deſſen Wohl zu trinken, den mein Herz am mei⸗ ſten liebt.
Heinrich. O ihr begehrt mehr, als ich zu leiſten vermag!
Agnes Heinrich, edler, lieber Heinrich! Seyd barmherzig!
Heinrich. Sprecht weiter! Solch ein liehevoller Ton könnte mich zur Mordthat bewegen.
Agnes. Ich nehme dann den Becher an, gelobe ²
öffenklich aufs Wohl meines Herzgeliebten zu trinken, wenn mir dagegen mein Vater im Voraus den Beſitz deſſelben zuſichert, dieſen in Gegenwart aller zuſchwört: Da kein menſchliches Herz meine Liebe ahnet, da ich oft im Beiſeyn des Vaters mich ſtellte, als ob ich euern Liebesblick fühlte und zu erwiedern bereit ſey, ſo wird der getäuſchte Vater ohne viele Einwendung meiner Bitte Gewährung zuſichern, und dann, o ed⸗ ler Freund, denkt mein Glück, fühlts mit mir! Dann trinke ich Schnabelburgs Geſundheit, eile in ſeine Arme, und bekenne frei und offen, daß ich ohne ihn ganz unglücklich ſey, nur mit ihm Freude und Wonn genießen kann!
Heinrich. Nein, bei Gott! Nein, das iſt zu viel! Eigennützigſte eures Geſchlechts! Ihr wollt mir nicht
allein mein Glück rauben, wollt mich auch zum Ge⸗
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ſpötte aller machen, die an der Tafel ſitzen(aufſtrin⸗ gend und forteilend). Ich kann, ich darf eure Bitte
nicht erfüllen!
Agnes(ihm nach). Bedenkt, daß ihr geſchworen habt! Reicht ihr mir den Becher nicht, ſo ſchände ich eure Ehre in aller Gegenwart. Nenne euch einen


