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rück, die, in bümpfes Stillſchweigen verſenkt, da ſe⸗ ßen, ihr nagendes Leiden faſſen wollten, und nicht faſſen konnten. Bald nachher ertönte der eilfte Ruf des Wächters; der Vater umgürtete ſich mit ſeinem Schwerte und ging ſtillſchweigend von dannen. Es ſtürmte draußen gewaltig, der Regen ſchlug ans Fen⸗ ſter; Friedrich riß es auf und blickte hinaus ius tobende Weiter, das ſo unverhofft dem ſchönſten Tage gefolgt war und jetzt ſo ganz mit ſeiner Empfindung harmonirte. Bald darauf ertönte ein Klaggeſchrei in ſein Ohr. Das war ihre Stimme! rief er, und ſtürzte auf einen Seſſel zurück. Adelheid ſank bebend zur Erde und rufte Gott um Beiſtand an. Schnell öffnete ſich nun die Thüre, der alte Graf trat wüthend herein, die eiſerne, leere Scheide ſeines Schwertes klirrte fürchterlich hin⸗ ter ihm her und verkündigte Mord. Immer ſtarr vor ſich hinblickend, rännte er ſtillſchweigend im Gemache auf und nieder, ſein Auge blickte nicht auf ſeine lei⸗ denden Kinder, und ſeine Bruſt haſchte nach Athem, der ihr zu fehlen ſchien. Endlich ſtand er bei ſeinem Sohne ſtille. Freue dich, Sohn, ſprach er raſch, dein Vater hat dich herrlich gerächet!
Friedrich dauffahrend). Iſt ſie todt? Weh! Weh! (zurücſinkend) War ſie auch ſchuldig?
Der alte Graf. Sie war's in vollem Maße Dafür bürgt dir dein alter Vater, will nie mehr Rache fühlen, will voll Angſt und Furcht vor der richtenden Zukunſt hinüber gehen, wenn ſie's nicht war! Aber die Schlange entſchlüpfte meine Rache Mein Schwert traf nur den elenden Buben, det zu ihren Füßen kniete und ihr eben ewige Liebe ſchwur!
Adelheid(wild aufſpringend)⸗ Kürl? Mein Karl
todt?
8 Der alte Graf. Ja, Tochter, du biſt erächt
Ich konnie den ſchändlichen Anblick nicht eita Löwenrifter 1. 3


