Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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und ſieh zu, ob ſie deines Rufes ungeachtet nicht ver⸗ löſchen wird. Ich fordere nicht Erfüllung, nur Hoff⸗ nung zu dieſer! Und kann die Unbarmherzige mir dieſe wohl verſagen? Nein! Ich habe lange genug geſchmachtet, jahrelang gelitten, jahrelang geduldet! Heute! heute muß mein Schickſal entſchieden werden, oder bei dem Allmächtigen ſey's geſchworen ich ende! ende ſchrecklich! Willſt⸗ du deinen Bru⸗ der retten, ſo ſag ihr dies! Binnen einer Stunde hole ich ihre Antwort bei dir!

Adelheid eilte nug zu Klaren; ſie erzählte ihr alles offen und treu; und Klarens Herz, das ihren Gat⸗ ten nur geduldet, nur gehorcht, nie geliebt hatte, ward gerührt. Sie gelobte, binnen Jahresfriſt Frie⸗ vrichen die Hand zu reichen, wenn er bis dahin nicht einſehen lerne, daß eine trauernde Wittwe kaum im Stande ſey, die heiße, immer fordernde Liebe eines Jünglings ganz zu befriedigen. Freude und Wonne füllten das Herz des armen Friebrichs, als die lie⸗ bende Schweſter ihm ſogleich die frohe Nachricht der⸗ kündigte. Zu ſehr an Leid und Kummer gewöhnt, wollte er's anfangs nicht glauben, und nähis ſo lange für leere Troſtworte, bis Adelheid ſich erbot, ihn hinzuführen zu ſeiner Klara, damit ſie ſelbſt ihre

Hand, eilte mit ihr vorwärts, blieb bald hernach hen, und ſank zu ihren Füßen nieder. Nur eine Bitt

Ausſage beſtätige. Raſch ergriff er nun

ſprach währe hm, ehe du ſie hörſt!

Adelheid. Es ſey! Du kannſt in dieſem frohen Augenblicke mit ſolchem frohen Herzen nichts Unange⸗ nehmes, nichts Böſes fordern!

Friedrich. Und doch! Gelobe mir, daß du deinem Thierſtein nicht eher deine Hand am Altare wichen willſt, bis ich mit Klaren dir dahin folge. W

deinem glücktichen Bruder! Ge