Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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Monden lang wahnſinnig hier liege, ſtets mit deim Tode ringe, ihn vielleicht jetzt überwinden werde.

Adelheid(weinend)d. Armer Bruder! hätte ich damals deinen wahren Zuſtand muthmaßen können⸗ meine Thränen um dich würden noch reichlicher gefloſ⸗ ſen ſeyn!

Friedrich. Meine völlige Geneſung verzögerte ſich noch durch drei Monden. Rückerinnerung an das ſchkeck⸗ liche Bild widerſtand kräftig der Stärkung, welche mir der Arzt reichte. Nicht dieſe, nur meine allzugroße, ach oft von mir verwünſchten Jugendkräfte gaben mit eine Geſundheit wieder, die ich haßte, die ich gern zer⸗ ſtört hätte! Mit ihr erwachte auch in mir ſtärkere, hoffnungsloſe Liebe zu Klaren, und mehrte die Begierde, ſie nur einmal noch zu ſehen, den Abſchied zu nehmen auf immer, auf ewig! Hagberg hatte während meiner Krankheit unſern Vater oft heimgeſucht; er fand Behagen in ſeinem Umgange, und führt' ihn einſt ſelbſt in mein Gemach, um mir in ihm einen neuen Bundsgenoſſen unſers Hauſes vorzuſtellen. Ich haßte ihn hezzlich, denn er war Klarens Gatte, aber mein ſchwachts Herz kettete ſich bald an ihn, weil ſeine Freundſchaft ihm Hoffnung gab daß es die Geliebte, die Unvergeßliche öfterer ſehen und ſprechen könne. Nach einigen wiederholten Beſuchen gab ich ſeiner Bitte, dieſe auf ſeiner Veſte zu erwiedern, bald nach; und wie ich zum erſtenmale wieder ein Roß beſtieg, leitete ich un⸗ willkührlich den Zügel deſſelben nach Hagbergs Veſte Schrecklich ſchraubte der Anblick des Hains mein Herz zuſammen. Fieberkälte ergriff mich aufs neue) als ich den Platz erreichte, wo ich ſie ſah, wo ſie in meinen Armen lag. Thränen ſtürzten aus meinen Augen, als ich wir die Unmöglichkeit der Wiederholung dachte. M Mühe erreichte ich die Veſte. Hagberg empfing mich mit offenen Armen. Sie ſtand zitternd an ſeiner Seit